hide your | source

when we click a share-button on a website or in an app, we can send the info directly to twitter, facebook etc. however, if you blindly follow this strategy, you fall into a trap: the link contains more informations than the ones you want to share. example:

the top entry shows a copied link in the new york times app. after the ? sign you find the string “referringSource…“. it transfers the information that you not only share the article, but also notify twitter etc. that you did this via a share button. in this case it‘s not really dramatic. in others it certainly is.

i always try to copy/paste links into a text editor (or into a new email window which i later discard) to truncate the link as in the second link. both links lead the viewer to that article, but the second link is leaner and tells the new york times, visited by your follower, nothing about where it came from.

weißschimmel | rotbeere

ein weißschimmelkäse wie der camembert muss während seiner reifung weißen schimmel ansetzen. sieht dann so aus, und ist alles andere als giftig:

geotrichum candidum

wegen des warmen frühjahrs sind die erdbeeren jetzt, zu beginn der saison, sehr schmackhaft. gestern habe ich 2 kg zu marmelade verarbeitet. ich benutze keinen gelierzucker, sondern agar-agar und kann so den zucker frei dosieren.

demeter erdbeeren zu marmelade

zum dinner gab es amaranth und leicht überbackenes gemüse mit schafskäse. hier der rest:

der rest vom abendmahl

werde das nicht | zulassen

joseph goebbels, tagebuch, 15.3.1942

nicht dass der propagandachef der nazis diesen begriff geprägt oder patentiert hätte. aber er spricht bei politikern eine bestimmte sprache, oft im kontext einer nicht näher bezeichneten drohung. ein gewisser abgeordneter in thüringen sprach heute davon, er werde die spaltung seiner partei “nicht zulassen”. was will er als mittelgroßer fisch da nicht zulassen? es würde jedenfalls der hass-ausrichtung dieser partei widersprechen, wenn er gesagt hätte: “ich werde versuchen, die spaltung zu verhindern”.

“ich werde das nicht zulassen” ist also oft wishful thinking, eine drohung aus einer schwäche heraus. sicher nicht bei goebbels.

köln | morgenlicht 300 m

ich bin eigentlich ein golden hour-fotograf, wenn es um gesättigte farben geht. deswegen sind auch die meisten meiner drohnenfotos am spätnachmittag entstanden. heute war das licht am späten morgen, kurz vor 10 uhr, aber so einladend, dass ich (abgesprochen mit der deutschen flugsicherung) auf 300 meter hochging. dieses foto besteht eigentlich aus vier einzelaufnahmen, die wegen der fleckigen bewölkung sehr unterschiedlich belichtet waren. im original ist das foto 8000 pixel breit.

drei rheinbrücken am morgen. foto: ms/dpa/pictureAlliance

radio 100 | gestört

radio 100 war der erste privatsender in west-berlin und hatte eine für einen privatsender erstaunlich unformatierten, radikalen anmutung. wir (damit meine ich u. a. → nikolai und mich) wussten dass so etwas in sagen wir mal bayern unmöglich wäre. radio charivari, antenne bayern waren dummkanäle, während radio 100 sich quasi um nichts, insbesondere nicht um werbekunden scherte.

der ans ende kommenden, quasi staatsbankrotten DDR war radio 100 ein dorn im auge. die DDR hat immer behauptet, den rundfunk nicht zu stören. hier ist der beweis. links schreibt die stasi die moderation der sendung “radio glasnost” ab, rechts schreibt sie vom gelingen der störmaßnahmen. die umrahmung links stammt von mir und ist nicht teil des dokuments.

klettenberg | luftbild

kleiner ausschnitt des kölner südwest-stadtteils. ursprünglich (1904) für beamte gedacht. heute ziemlich sonnig. das foto ist sehr groß. bitte drauf klicken oder tippen!

foto: ms/dpa, pictureAlliance

gehlen | 1954 DDR-presse

reinhard gehlen, ein offizier mit steiler wehrmachtskarriere bei den nazis, wo er 1944 generalmajor wurde, gilt als gründer des bundesnachrichtendiensts. die USA als siegermacht waren einereits daran interessiert, die deutschen zu entnazifizieren. bei personen, die den USA besonders wichtig war, galt das nicht. so wurde der nazi wernher von braun leiter der apollo-missionen der NASA, und der nazi reinhard gehlen kurz nach dem krieg von der CIA als geheimagent gegen die sowjetische besatzungszone und die sowjetunion angestellt.

dass gehlen kaum etwas ausrichten konnte, ist eine lange geschichte, die wir u. a. im podcast des stasi-unterlagen-archivs beleuchten. hier seine erste erwähnung in der DDR-presse, im januar 1954.

bstu | jedlitschka

heute haben wir (dagmar hovestädt, bstu, und ich) → die vierte folge des offiziellen podcasts des stasi-unterlagen-archivs veröffentlicht. karsten jedlischka ist seit 2007 im archiv tätig und evaluiert heute eingehende rechercheanträge von wissenschaftlern und journalisten. in dem fast einstündigen, im wesentlichen ungeschnittenen gespräch geht es auch um DDR/NS-zusammenhänge und um das preussische archivwesen überhaupt. die stasi hat demnach kein archiv aufgebaut, sondern eine registratur. spannend!

wir nehmen mit dem audioequipment auf, das uns freundlicherweise der deutschlandfunk zur verfügung gestellt hat. für audio-interessierte: → hier mein test dieses vierspur-luxus-geräts.

karsten jedlitschka. foto: bstu

ransom | ware

the following screenshot is an email which entered my spam folder today. i have a “sense” for emails with a bad intent and tend to delete them straight away. but this one caught my attention because in the subject line and in the first line of the email i found a password which i often used in the past. the password was not depicted completely correct, a lower/uppercase variation was missing, but basically it was quite a shock. image you’ve used a password like, say, 666the-Devil, hundreds of times, and then an email arrives which states: i know, 666the-devil [lowercase d] is your password – this would trigger alarm bells.

ransomware

the spam attack was → easy to google. this invasion vector is well known. but the password riddled me. until i found out that it was from a yahoo breach which ran through the years 2013–17. basically all yahoo accounts were hacked, and obviously the passwords were spread all over the darknet. i changed my password long ago, but it’s still stunning to read it.

oh, my PC has no camera. sorry, you greedy black hat!

dhünntal | sperre

die talsperre ist riesig, und ich musste (natürlich mit genehmigung) sehr hoch fliegen, um sie ganz ins bild zu bekommen. dazu hat die drohne ein rundum-panorama erzeugt, von dem ich den teil platt rendere, der den see in seiner ganzen pracht zeigt.*

foto: ms/pictureAlliance

*wer fragt, warum diese absurde krümmung? weil es keine methode gibt, eine kugel so aufzurollen, dass sie auf einer planen fläche alles richtig darstellt. gängiges beispiel ist die erdkugel, die im atlas auf verschiedenste, und immer “falsche” weise gezeigt wird. mathematisch handelt es sich um die projektion eines 3-dimensionalen gebildes auf 2 dimensionen. das ist vom prinzip her mit verlust behaftet.

das dem bild oben zugrunde liegende sphärische panorama aus 26 einzelbildern lässt sich nach belieben anders ausschlachten. beispiel 1:

andere darstellung des bilds oben

zwar ist hier der horizont einigermaßen gerade, aber die verzerrungen sind auffällig. die staumauer rechts etwa sieht gekrümmt aus, obwohl sie gerade ist. die wälder unten und unten links sind verzerrt usw.

wegen der hohen auflösung des originals sind auch extraktionen von details möglich. je näher man ran geht, desto schwächer erscheinen die verzerrungen:

staumauer. detail des sphärischen panoramas

fc köln | kantig

panorama-software wie microsoft ICE kann aus videos panoramen erzeugen. dieses bild ist entstanden, indem ich eine halbumkreisung des rheinenergiestadions in die software einlas und sie eine viertelstunde nachdenken ließ. herrliches ergebnis:

kantige berechnungsfehler