unser adressbuch | für twitter

facebook tat es, linkedIn tut es, whatsApp funktioniert nur so, jetzt ist auch der an sich so integre twitter-dienst mit von der feinen gesellschaft. die feine gesellschaft kennt so vieles von uns, aber möchte noch mehr, nämlich unser adressbuch. das ist aus mehreren gründen dreist bis bösartig, unter anderem, weil sich in jedem unserer adressbücher personen befinden, die garantiert nicht ihre adressen irgendwohin geben wollen. genau genommen müssten wir, wenn wir einer app genehmigen, unser adressbuch auszulesen, vorher alle 20 oder 200 oder 2000 leute in dem adressbuch um erlaubnis fragen. unzählige meiner freunde und bekannten nutzen whatsApp und haben damit ohne meine zustimmung auch meine adresse an den US-konzern (facebook) geliefert.

soweit, so schlecht. was bei twitter auffällt, ist die formulierung:

die frage, ob ich sehen möchte, wen ich auf twitter kenne, ist frech. klar möchte ich das sehen; aber wie willst du, twitter, sie mir zeigen können?

natürlich nur durch das, was im zweiten satz steht: mit blick auf meine eigenen kontakte. ich soll einen blick auf meine kontakte werfen, also eben mal mein adressverzeichnis öffnen? was hat das mit der ersten frage zu tun?

die dritte zeile schießt in sachen dreistigkeit den vogel ab. statt mir einen knopf anzubieten “frag mich nie wieder einen solchen scheiß, sonst setzt’s was!”, bekomme ich die alternative “nicht jetzt” (also später??) oder klein beigeben.

also, leute, hier auf jeden fall “nicht jetzt” klicken, denn anders kommt man aus diesem fiesen menü nicht heraus.