saturn vs. | amazon

während sich die banken sorgen um bitcoin-derivate und facebooks geplante e-währung machen, hat sich im einzelhandel eine währung etabliert, ganz schleichend, und sie heißt: amazon. man kann heute ganz ungeniert in einem elektroladen sagen, die waschmaschine gibt’s bei amazon aber billiger, und die mitarbeiterInnen tun dann ihren job.

ich kaufe gern bei amazon und weiß die rückgabe ohne blöde nachfragen zu schätzen. noch vor etwa 3 jahren kam ich bei saturn, als ich ein dort gekauftes gerät zurückgab, weil dieses nur mit android, nicht aber mit iOS funktionierte, in begründungszwang. als schon seit 20 jahren USA-verwöhnter kunde (bei der rückgabe gab es damals die option “customer changed his mind”) widerstrebt es mir, eine rückgabe in der gesetzlichen frist überhaupt zu begründen. als ich vor so 6 jahren im kölner musicstore einen kopfhörer kaufte, der mir nach dem ersten tag auf den ohren wehtat, konnte ich ihn gar nicht zurückgeben. begründung: “ist ein hygienegegenstand wie eine zahnbürste”. schlagendes argument. galt bei meinem jüngsten kopfhörerkauf nicht mehr. hätte ich problemlos zurückgeben können.

jedenfalls unterstützt windows 10 mein 1998 gekauftes und prima funktionierendes wacom-grafiktablett nicht mehr, und ich brauchte ein neues. ich hatte zwei optionen. bei amazon kostete das größere gerät 155,99 €. bei saturn lag der preis online bei 155,99 € und war im store vorhanden.

amazon-preis = saturn-preis

mit dieser info radelte ich zu saturn in die kölner innenstadt. ich war mir nicht sicher, ob mir das kleinere modell besser passte, sah im laden aber sofort, dass es zu klein war. der mehrwert, das gerät ansehen und anfassen zu können, und der aufwand, ein bei amazon bestelltes gerät wieder einzupacken und zurückzuschicken, sind zwei argumente, lokal zu kaufen.

meinen letzten PC habe ich weder da, noch da gekauft, sondern mir von einem PC-geschäft individuell zusammenbauen lassen.