timelapse | extract

16 images from a bike trip through town

360° mini cameras for 500 € provide us with endless options. in the example above i shot a time lapse video on my way home, on the brompton bike. the video is totally uninteresting, but exploiting 16 of the 50 or so shots and viewing different angles led to this sweet image collage.

below one of the shots, larger. the image quality could be much better, but keep in mind that the bike was in motion, and the camera had to deal with very dark areas and the overcast sky. the bike lamp you see is positioned very low, right above the small brompton wheels. the camera was fixed to the handle bar and lowered down with the selfie stick.

stabilized image, fast ride

camtasia | 2021 → 9 ?

one of 500 tutorials i made with camtasia 9

camtasia version 9 has been my workhorse for creating youtube tutorials for a few years now. i still find it an amazing program, because it does a flawless job recording everything which is happening on the screen. after recording a session of, say, 20 minutes, i edit it down to 10 minutes, with lots of cuts and zoom and text overlays. finally, i use camtasia to render the video and upload it to → my youtube channel.

a few weeks ago camtasia 2021 came out, with lots of new “transitions” – which are the effects between two adjacent clips. i’ve been very happy with the transitions in version 9; actually i’m using only three of them anyway. no need for more transitions!

the audio handling is pretty much straight forward and has been slightly improved in the recent versions. but when i detect flaws in the audio i use other pieces of software to repair or enhance the audio quality.

so, the new version is not worth while for me, and probably many others.

but why not just try the new version in its trial mode? well, the problem is that you can try out the new version for free, but once you get serious about it and create a video with version 2021, you cannot render it without a watermark, and once you save the project, it cannot be opened by my version 9. that means that the trial of the update causes a problem. if you try it out, try it out playfully, because you cannot downgrade the project file.

i contacted the support team of techsmith (which distributes camtasia) and got a very competent reply to my request:

(09:14:23 AM) maximilian: is there a way to export the project from 2021, so that version 9 can open it? what i also tried is copy all files in the 2021 project. but i cannot paste them into version 9.
(09:15:03 AM) Mariel L: No. There’s no way to open a project from the latest version to the older version. The project files in Camtasia are not backward compatible because there are a feature in the latest version that is not available in the older version.
(09:15:16 AM) Mariel L: I’m sorry for the limitation.

so, trying the new version is risky!

köln von oben | nachts

drei kölner brücken, nachts.

dieses und das nächste foto entstanden bei meinem ersten nachtflug mit der fotodrohne über köln. auslöser ist die anfang 2021 in kraft getretene EU-drohnenverordnung, die mehrere auflagen mit sich bringt, aber eben auch den zuvor nicht erlaubten nachtflug ermöglicht. in diesem fall mit drohnenführerschein A2, ausnahmegenehmigungen der luftfahrtbehörde der NRW landesregierung und absprache mit der deutschen flugsicherung im tower von köln/bonn. letzteres deswegen, weil die am aufstiegsort in der kölner südstadt maximal erlaubte höhe 50 m ist, ich aber durch erfahrung am tag weiß, dass erst 200 meter höhe einen überblick über die stadt ermöglichen. hier war ich 270 meter hoch.

ich habe bei dem nachtflug eines gelernt: die vorher eingestellte verschlusszeit von 2 sekunden ist zu lang. sie führt, trotz schwachem wind, zu leichten verwackelungen. und beim fliegen habe ich nicht die muße, die einstellungen über die app zu ändern.

das foto unten zeigt die 2 sekunden deutlich. die aufnahme entstand beim landen, als die drohne schon recht niedrig war. weil der gimbal (also die beweglich gelagerte hasselblad-kamera) offenbar beim fotografieren stabilisert, sind objekte weit hinten ziemlich scharf abgebildet, die lichter des doms und vor allem die ganz nahen lichter aber zeigen die abstiegsbewegung deutlich. sieht trotzdem nicht übel aus.

vor der landung. fotos: ms

dreiste spam | typo

dieser spam wirbt mit einer interessanten typografie als “PARTNER FUR VIRENSCHUTZ” und kommt von einer ziemlich sicher frei erfundenen email-adresse aus polen. fast identisch, aber mit ganz anderer message, dieser fast gleichzeitig ankommende spam: “EDEKA”

die gefahr liegt im klick auf den inhalt der email. diese führt in beiden fällen zu einer sehr kryptisch verlinkten webseite, die den trojaner pflanzt.

nazi | hinrichtungsstreit

wer heute afd wählt, wählt den rechten “vogelschiss“-flügel mit. das nur als nebenbemerkung.

als die nazis den 2. weltkrieg starteten, forderten sie noch mehr stromlinienförmigkeit als zuvor. die kommunisten, sozialdemokraten, homosexuellen und millionen von juden hatten sie schon umgebracht. jetzt ging’s ans detail. in köln wurde 1941 ein 18jähriger hingerichtet, weil er notorisch klaute. der psychiater bescheinigte ihm “leichten schwachsinn” und “moralische unreife”. er riet zur todesstrafe, weil der dieb nicht mehr “als nützliches glied” in die gesellschaft eingeführt werden könne. die tötung von behinderten war durch die euthanasieaktion längst gang und gäbe. drei jahre später brachte der jurist edmund mezger einen gesetzesentwurf ein, der dazu diente, alles auszumerzen, was “gemeinschaftsfremd” war. damit meinte er “versager”, “arbeitsscheue”, “liederliche”. mezger machte nach dem krieg übrigens karriere, als sei nichts gewesen. sein gesetz wurde nie verabschiedet, aber die NS-juristen handelten so, als sei es gesetz geworden.

plötzensee – hinrichtungen durch strangulieren. foto: alter fritz, wiki commons

ab 1941 platzten die gefängnisse aus den nähten, und auch die todeszellen waren überfüllt. der abtransport in konzentrationslager wäre umständlich gewesen und hätte die zuständigkeiten der SS durcheinandergebracht. also bekamen die staatsanwälte das go für “blitzvollstreckungen”: zwischen verkündung des urteils und der hinrichtung verging oft nur eine stunde. darüber klagte das hinrichtungspersonal, weil es die ganze nacht durch arbeiten musste (hinrichtungen sollten möglichst bei dunkelheit geschehen); und es klagten die geistlichen, deren seelische hilfstellung (und bei katholiken beichte und letzte ölung) mindestens eine stunde dauerte, die die todgeweihten jetzt lieber für die formulierung eines testaments und von briefen an die engsten freunde und verwandten nutzten.

im januar 1941 kritisierte das reichssicherheitshauptamt (mit heydrich als leiter) die jesus-kreuze in den zellen. warum? “das letzte mit bewusstsein aufgenommene bild für den verurteilten stellt das kruzifix dar, das einen märtyertod versinnbildlicht.” das wollten die nazis absolut nicht, denn deliquenten wurden “vernichtet” und nicht feierlich zum schafott geführt. speziell im massenhinrichtungsort plötzensee war das kreuz ein thema, weil dort im akkord gearbeitet wurde. hitler hatte schon früher versucht, die kreuze aus den ämtern zu entfernen, was auf so viel widerstand bei den kirchen und in der christlichen bevölkerung stieß, dass er davon absah – und nun vorläufig (bis der krieg vorbei und gewonnen wäre) auch nichts gegen die kruzifixe in den todeszellen unternahm.

für die christen hießen die todeszellen armensünderzellen. der münchner gefängnispfarrer karl kinle sprach noch auf dem sterbebett von seiner totalen erschöpfung druch die jahrelange arbeit, unter zeitdruck, in den armensünderzellen.

fränkisches | essen

selbst in den besseren, wenn auch nicht spitzen-restaurants von unterfranken*, ist die küche im letzten jahrhundert stehengeblieben. in sauce versenktes, zu lang gegartes fleisch, dazu knödel und zu süßes „blaukraut“. angeblich frische maischolle, die aber tiefgefroren war. tafelspitz, überschwemmt von viel zu süßer meerrettichsauce. die fleischmengen dürften den besucher aus der fremde erfreuen, aber gaumenfreuden bescheren sie nicht. gute küche besteht aus einer, ja, geschmacksexplosion. nicht durch zu viel, sondern durch wenig und passend. schon mal von marcis oder koriander gehört?

deswegen hier ein kontrast: die corona-bedingte take-away-speise eines österreichers in köln**: extrem fein. wiener (!) schnitzel, warmer kartoffel-gurkensalat, preiselbeeren, zitrone. so sieht fränkisches mainstream-essen aus dem pseudo hochwertigen niveau eben nicht aus.

davon können die franken lernen

*zwei beispiele für das mittelmaß: martinsklause ziegelanger, neumanns haßfurt.

** scherz-restaurant köln

motocyclette | 1901

1901 gab es in der automobilistik einen megatrend: das fahrrad bekam einen hilfsantrieb. viele waren skeptisch, ob das sinn machte. es war die zeit, als man die ersten autos in kleinserie baute, mit vier rädern. aber ein motor in einem zweirad? auf der automobilausstellung in paris stellten mehrere unternehmen „motocyclettes“ vor, hier eins mit wassergekühltem verbrennungsmotor, 50 km/h höchstgeschwindigkeit, 32 kg schwer:

fahrräder | 1896

ein herrliches fundstück über die boomenden fahrräder auf den straßen. gefunden im grazer tagblatt vom 28. april 1896. training des blitzschnellen absteigens ist angesagt. und plötzlich ist eine “maschine” (eben das fahrrad) auf der straße, das schneller ist als alle anderen verkehrsteilnehmer, bis auf die eisenbahn. die essenz dieses artikels steht jetzt auch in der → wikipedia. bitte zum vergrößern aufs bild klicken!

unfehlbar zu fall

(un)ausgewogene | inhaltsangaben

wenn wikipedia-artikel von kontroversen themen oder personen handeln, drängt es manche wikipedia-autorInnen, die artikel in eine bestimmte richtung zu drücken. in der regel passiert das über kleine änderungen (edits), die oft nicht auffallen, dann aber in der summe den artikel tatsächlich ummünzen.

ein beispiel für eine den inhalt nicht, den gesamteindruck aber schon verdrehende änderung:

mich machte kürzlich eine freundin auf den artikel über das journalistenbüro → correctiv aufmerksam. der sieht, wie unzählige artikel, sehr zerfleddert aus. wenig fließtext, stattdessen listen mit projekten und auszeichnungen. den ausführlichsten textteil (länger als alles vorherige zusammen) nimmt die kritik ein, hier “kontroversen” genannt. das ist bei einem projekt, das mehr als 20 teilweise durchaus renommierte preise bekam, etwas merkwürdig. aber eben auch typisch, weil correctiv kontroversen auslöst.

links adidas, rechts correctiv

mich hat bei meinem kurzen besuch die inhaltsangabe gestört, die nahelegte, dass correctiv vor allem kritisch zu betrachten sei. auch bei zahllosen anderen artikeln gibt es kritik-abschnitte, die aber im inhaltsverzeichnis in der regel nicht alles andere überwiegen, wie zum beispiel bei → adidas. deswegen mein versuch, bei correctiv dies zu koRRigieren.

walter | praedel

dieser mann wuchs in sehr einfachen und so brutalen verhältnissen auf, dass nicht einmal die schreibweise seines nachnamens klar war. prädl, predel und einige andere versionen kursierten. in seiner geburtsurkunde und dem hinrichtungsbescheid heißt er walter praedel. so habe ich auch den → wikipedia-artikel über ihn genannt, als ich ihn vor einigen jahren anlegte. wie kam ich auf ihn? über eine halbwöchige audio-session im stasi-unterlagen-archiv. ich hatte einen rechercheantrag gestellt, um mich über weitere tonmitschnitte von DDR-strafprozessen zu informieren. elli barczatis und otto fleischer waren die angeklagten in zwei von mir schon früher publizierten prozessen.

an walter praedel ist einiges besonders – und anders. denn er ist weder ein spion, noch in irgend einer form prominent gewesen. fleischer war professor für bergbau, barczatis die chefsekretärin von otto grotewohl. praedel hatte nicht einmal eine eindeutige berufsbezeichnung. von ofenbauer bis landarbeiter war die rede. er hatte aus frust über die verhältnisse in seinem DDR-umfeld eine scheune mit heu angezündet.

der strafprozess gegen ihn im dezember 1961 dauerte genau einen tag. einen monat später wurde er mit dem fallbeil (die DDR vermied das wort guillotine) hingerichtet.

der prozess ist komplett als audiomitschnitt erhalten. wir werden ihn im archivradio des SWR in voller länger präsentieren und schon im vorfeld im podcast des stasi-unterlagen-archivs über ihn diskutieren.

köln und weite | sicht

im frühjahr sorgt die mittagssonne für ein angenehmes licht. im sommer wird das licht gegen spätnachmittag immer besser fürs fotografieren von landschaften. dieses foto von köln entstand heute mittag. wegen der klaren sicht sind die ansätze der eifel (links) ebenso zu sehen, wie die kraftwerke im nordwesten. die stadt selbst ist fast komplett im bild: links eines der drei kranhäuser, im zentrum die severinsbrücke, rechts teile von deutz.

foto: ms/dpa

ich war mit der drohne nur ganz kurz in der luft, um die deutzer drehbrücke zu dokumentieren. das foto oben ist ein nebeneffekt, kurz vor der landung. für einen solchen flug über sensiblem gebiet sind mehrere genehmigungen nötig, nicht zuletzt die der deutschen flugsicherung und der wasserschutzpolizei. die aus renovierungsgründen unterbrochene deutzer drehbrücke ist → hier als panorama zu sehen, und zwar (dazu bitte den 360°-link benutzen) direkt unten – denn ich war direkt darüber.

hintern | gesehen

zwei spams aus den letzten tagen, beide von einem absender mit “deals” im domain-namen und ähnlichem text-stil. die eine mail kommt von einer angeblichen daniela krüger:

hier führt der link dukenstmich und natürlich die große blaue schaltfläche unten in die falle. die vermeintliche adressatin heißt daniela krüger, ein deutscher name, also vertrauen erweckend für deutsche zielgruppen. im spam-text unterschreibt eine “ela” — nicht ungeschickt.

der zweite spam kommt von einer vermeintlichen marie schöne. auch hier wieder ein umlaut in einem perfekt deutschen namen.

die spam-autorInnen mussten hier einen riesen spaß gehabt haben, das szenario so zu entwickeln, dass möglichst viele sich angesprochen fühlen können. sie nennen weder den ort, noch den namen der bank, aber sie sprechen vom bankautomaten. auch das bild, eine person am automaten von hinten anzugucken, stimmt. die falle sitzt hier in mehreren auf der seite eingebauten links, der erste schon ganz oben in der ersten zeile.

pro shot for only | 500 €

“ausparken”

this shot would have cost thousands of euros back in 2010. why? because you needed to mount and hide several cameras. i did this shot with a tiny 500 € camera which takes videos in 360°. the camera was mounted on the hood of the car. it hides itself from our curious view in an almost magic way. only the suction tripod would be visible – but only if i show the hood of the car in this video. that’s the reason why i never move the view up to the car’s front window.

actually, i wanted to do a longer video, but the camera stick was in the way to drive the car safely out of the cumbersome environment.

of course, the title of this article “pro shot for only 500 €” is harshly misleading: with the 500 € investment you can take 500 such videos, which would change the title to “pro shot for only 1 €”. here’s another one:

spring time in the park.

covid | mutationen

drei spike-protein-varianten. ms/dpa

das corona-virus besteht im prinzip aus zwei elementen: dem zellkern und den auf der zellkernoberfläche sitzenden krönchen, den “spikes”. die spikes sind das eigentlich entscheidende, um die infektion einzuleiten. antikörper erkennen die protein-zusammensetzung der kronen des angreifenden virus und reagieren entsprechend. wenn die proteine hohe ähnlichkeit aufweisen, funktioniert diese abwehr. im fall der britischen, der brasilianischen und der südafrikanischen variante scheint das so zu sein.

von diesen spikes befinden sich etwa 40 auf jeder viruszelle. jedes spike-molekül besteht aus über 20.000 atomen. die farben sind frei erfunden, weil farben im atomaren bereich keinen sinn machen. hier in der abbildung orientieren sie sich aber an internationalen konventionen der chemie: rot ist der sauerstoff, weiß der wasserstoff, grau der kohlenstoff, blau der stickstoff, gelb der schwefel.

die visualisierung dieser sehr großen proteine ist durch die protein-datenbank möglich. dort finden sich die drei corona-spike-varianten unter vierstelligen codes, die brasilianische mutation etwa unter 7LWW.

panorama | questions

a certain part of town, about 1/3 of a single drone shot. see wikimedia commons.

i‘ve taken hundreds of panoramic photographs (and a few videos) in the last couple of years. what previously cost 20 or 50 k € has become affordable. my 360° photography set cost me not much more than 1500 € — a drone and a 360° camera.

since 2018 major steps forward were taken by the developers of hard- and software for panoramas, two of which i‘d like to mention here:

  1. DJI, the world‘s leader for photo drones, optimized its feature to automatically take 360° photos and stitch them together within seconds. in practice: i fly the drone to a sweet spot in the air, take a brief look around, choose 360°, and off we go. the drone rotates, the gimbal moves up and down, and half a minute later the series of shots are merged into an almost perfect 360° image.
  2. insta360, a company which manufactures tiny 360° action cameras, has an app for PCs which allows you to create standard movies from panoramic videos. the audience tends to ask: “where did you put all the cameras?“ it‘s only one camera, and all the editing is a free choice of what the surround look offers.

panoramic photos are 3D, they do not end a couple of hundreds of pixels to the right or left. and 360° videos are unsuitable for flat screens. mathematically, putting panoramas onto a flat screen is a projection where you lose information. you either show only a part of the original, or you show it all, with the backdraw of massive distortion. the flattened panorama then looks like a shot with an extreme fisheye lens.

you need helpers to navigate the panorama properly. 3D goggles or VR (virtual reality) devices are the ideal helpers, but they need extra hardware, certain installation procedures, and they keep you isolated: you cannot share your viewing experience with your beloved ones. the alternative is to navigate the image or video with your mouse or by rotating your smartphone. both techniques need software extras. for example you cannot just load a 360° image up to facebook and rely on a proper rotational display; the original needs to fulfill certain criteria as to aspect ratio and meta data. and for mouse navigation you need a browser plug-in on your PC, or a dedicated panoramic viewer app, which is an extra piece of software.

full panorama, useless as a thumbnail. navigate it —> here
full panorama, useless as a thumbnail. navigate it —> here.

the problem of proper display of panoramic images becomes obvious when you look at them on a web page. if you take a 180° on your smartphone, the stitched image is extremely wide. if you restrict its size to only a part of your page, it looks odd, and the visitor cannot use that thumbnail as a preview, because it does not tell him much. the preview images of a 360° file look depressing — actually so depressing that you don‘t want to care opening the image in a whatever versatile 360° app.

using 6 out of 24 drone shots for a mild distortion. —> see wikimedia commons

since there is no solution to this, we need to compromise. i personally load up 360° still images to wikimedia commons, because there is a free 360° viewer available. what i also do with my drone panoramas: i select four or five single shots and stitch them together. the result is a not overly distorted file which does not lose much of its value when projecting it on a flat screen. another type of compromise is the image at the very top: it is distorted, but it serves the purpose of showing a certain part of town. that‘s actually an advantage of this method: you can selectively choose the content you want to demonstrate.

fernpilot | A2

ungefähr im jahr 2017 wurden fotodrohnen für normalverbraucher erschwinglich und flogen zudem stabil. ich weiß noch, ich ging in einen modellbau-laden und fragte danach. antwort: kannste schon kaufen, darfste aber fast nirgendwo fliegen. ich: auch nicht den kölner dom hoch? das schon gleich gar nicht!

ich kaufte mir trotzdem eine drohne für rund 1000 € und ging zunächst in einen einsamen park, um fliegen zu lernen. cessnas kann ich seit 1988 fliegen, aber die drohne ist eine andere nummer. das seltsamste gefühl am anfang war, ein so teures gerät von mir weg fliegen zu lassen. in der cessna (und im auto) sitze ich ja drin. es hat vielleicht ein halbes jahr gebraucht, dieses gefühl zu verlieren. es hing mit vertrauen zusammen, sowohl in die stabilität der drohne als auch in meine eigene navigationskompetenz. ich flog anfangs viel zu weit weg, zu nah an bäume, in treppenhäusern, und ich flog auch an stellen in der stadt, wo ich laut der ersten zarten deutschen drohnenverordnung gar nicht hätte fliegen dürfen; etwa 10 m von einer bundesstraße entfernt. 100 m abstand sind pflicht.

kölner dom, drohnenflug zu lockdown-zeiten

inzwischen bin ich viel erfahrener, vor allem was die gesetzlichen regelungen angeht. das habe ich auch dem austausch mit kölner wikipedia-freunden mit noch längerer drohnenerfahrung zu verdanken. den kölner dom entlang flog ich 2020, mit diversen genehmigungen der landesregierung, der stadt köln, die polizei wusste bescheid usw.

es gab in der anfangszeit diskussionen, welches chaos in der luft anlässlich fast einer halben million privatdrohnen über deutschen dächern und äckern ausbrechen würde. das chaos blieb aus. aber in dieser phase entstand die EU-fernpilotenverordnung, die anfang 2021 in kraft trat. ein, wie ich finde, sinnvolles instrument, was den eh selten eingetretenen luftvandalismus in eine gesetzliche bahn bringt. unterm strich: wer eine drohne über 250 g fliegen möchte, muss sich mit theorie beschäftigten. und wenn die drohne in dörfern und städten startet, ist eine ausgewachsene qualifikation nötig, die sich EU-fernpilotenschein A2 nennt. die prüfung für A2 habe ich am letzten mittwoch bestanden. sie war zu schaffen, aber mit einigem studium verbunden. ohne diesen drohnenführerschein könnte ich meine drohne nur noch am platten land fliegen, und dort weit weg von privatgelände. für aktionen wie fürs dom-video oben, oder einen hochhausabriss aus 300 m höhe (bild unten, märz 2020, für dpa) sind sonderfreigaben nötig, die ab sofort allesamt den A2 fordern.

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deutschlandfunk und abrissgelände daneben. foto: ms/ pictureAlliance