{"id":12065,"date":"2022-04-23T12:05:04","date_gmt":"2022-04-23T10:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/?p=12065"},"modified":"2022-04-24T19:56:41","modified_gmt":"2022-04-24T17:56:41","slug":"zuendfunk-ohne-computer-1995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/zuendfunk-ohne-computer-1995\/","title":{"rendered":"z\u00fcndfunk ohne | computer (1995)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" src=\"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/99F31D11-40F9-40BA-8BF4-44FFDDD87176-1024x709.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12066\" srcset=\"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/99F31D11-40F9-40BA-8BF4-44FFDDD87176-1024x709.jpeg 1024w, 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href=\"https:\/\/www.br.de\/unternehmen\/inhalt\/organisation\/errichtung-riemerschmidbau-br-muenchner-funkhaus-100.html\">riemerschmidbaus<\/a>, also nicht im hochhaus. am selben flur befand sich die B3-redaktion, wo g\u00fcnter jauch und thomas gottschalk ein und aus gingen und wohin das z\u00fcndfunk-urgestein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ingeborg_Schober\">ingeborg schober<\/a> fremd ging (ich \u00fcbernahm anfang der 1980er jahre ihre sendung im \u201cclub 16\u201c). wir sahen ohne neid die B3-w\u00e4schek\u00f6rbe mit h\u00f6rerpost, die meisten waren musikw\u00fcnsche oder antworten auf gewinnspiele. wir z\u00fcndfunk-moderatorInnen bekamen genug briefe von h\u00f6rerInnen, oft sehr ausf\u00fchrliche sendekritik. ich habe noch viele davon in einem schrank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">es gab drei sekret\u00e4rinnen, auf zwei r\u00e4ume verteilt, und drei, sp\u00e4ter nur zwei redakteure und redakteurinnen. das b\u00fcro, in dem das foto oben entstand, war das von judith schnaubelt, wie sie mir schrieb. kann sein, dass sie das foto aufgenommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">nirgends standen zur zeit der aufnahme computer herum. es gab schreibmaschinen, die auf massiven metallhebelarmen von einer schreibtischseite zur anderen hin\u00fcber geschwenkt werden konnten. einer der drei redakteure der 1980er jahre, klaus kastan, merkte an, dass der BR die ersten PCs testweise ende der 1980er jahre in der wirtschaftsredaktion einf\u00fchrte. als klaus 1995 von london, wo er korrespondent war, zur\u00fcck kam, hatten alle redaktionen computer. das bedeutet, dass das bild oben auf 1994 umdatiert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">wir freien mitarbeiterInnen hatten keinen eigenen schreibtisch, sondern einen etwas armseligen raum, in dem ich selten war, aber \u00f6fter kollegen wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jo_Angerer\">jo angerer<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lorenz_Schr%C3%B6ter\">lorenz schr\u00f6ter<\/a>, roderich fabian antraf, die flei\u00dfig auf schreibmaschinen tippten und telefonierten. telefonieren war in der zeit noch sehr teuer, und um recherchen durchzuf\u00fchren kamen wir gern ins funkhaus. denn wozu sollten wir unsere private telefonrechnung damit belasten! ejo eckerle, der das mitarbeiterzimmer gut kannte, wei\u00df noch details, die ich vergessen habe: es war eine umfunktionierte besenkammer mit einem kieselgrauen w\u00e4hlscheibentelefon, drei schreibtischen und ein oder zwei ausrangierten mechanischen schreibmaschinen.\u00a0lorenz \u201clorenz\u201c schr\u00f6ter erinnerte mich jetzt an den namen des mitarbeiterzimmers: miezi. und an ein skelett, das mir geh\u00f6rte und im besenschrank stand, bis ich\u2018s zur live-sendung mit hochnahm. ich war selten im miezi.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">im hintersten redaktionsraum, dem b\u00fcro des redaktionsleiters, stand zwar eine (ton)bandmaschine, aber die sendungen vorbereitet haben wir mit meist weiblichen tontechnikerinnen im 7. stock des \u201estudiobaus\u201c in so genannten tonbearbeitungsr\u00e4umen. die tontechnikerinnen waren meister der tonbandakrobatik: sie spulten, schnitten, markierten und klebten sehr schnell. die kleber waren meist blau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">als ich mir diese expertise angeeignet hatte, war es schon fast zu sp\u00e4t: ich sendete damals (1995) schon mit selbstgebrannten CDs, also ohne tonb\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"689\" src=\"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/D129D8DA-55D8-4769-91F3-DD5762E8A0BF-1024x689.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12067\" srcset=\"https:\/\/www.maxschoenherr.de\/clock\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/D129D8DA-55D8-4769-91F3-DD5762E8A0BF-1024x689.jpeg 1024w, 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legte in seinem arbeitsbereich (genannt Z\u00dcTR) ein von mir bestelltes tonband auf und leitete das signal zu mir in den abh\u00f6rraum auf den hervorragend klingenden mono-lautsprecher. hier konnte ich mit dem kruden grauen kasten von ferne aus auf die bandmaschine zugreifen, also spulen und anhalten. wichtig war der lautst\u00e4rkeregler, und unverzichtbar das (im bild nicht sichtbare) telefon. ich rief immer wieder im Z\u00dcTR an, zum beispiel um zu sagen, das band ist gleich zu ende, man m\u00f6ge mir bitte das n\u00e4chste auflegen. dieser raum war an erb\u00e4rmlichkeit kaum zu \u00fcberbieten, aber er war in diesen analogen zeiten sehr effektiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich fand in einer fotokiste diese beiden fotos. das erste, vermutlich 1995 mit selbstausl\u00f6ser gemacht, zeigt einen von gef\u00fchlt f\u00fcnf r\u00e4umen der z\u00fcndfunkredaktion. wir residierten im zweiten oder dritten stock des 1928 entstandenen riemerschmidbaus, also nicht 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