ricoh theta V | unausgereift

ricoh theta V. starke hardware! foto: ms/dpa

 

this is a review of the ricoh theta V camera which takes 360° surround photos and videos in 4k. the review is in german, so you might want to use google translate or deepl.com to read it. here i’ll give you an abstract in english:

the camera is great, the image quality and the design excellent, the stitching process works almost in realtime, and the stitching corners are hard to determine. the theta V fails to provide RAW photos. this can be fixed in the firmware i guess, it’s definitely not state of the art any more to not provide DNG or another RAW format in addition to jpeg.

the real problems have to do with the periphery. and they are massive. you need a PC or mac or smartphone or tablet to access the camera. the apps treat data privacy with little respect, urging us to hand over our twitter or facebook account data, including, of course, although everyone at ricoh will deny it, our passwords. the android app crashes constantly and often does not WiFi-connect to the camera. the connection process is complicated and flawed. for example you cannot access the help function while the smartphone is connected to the theta. (you’re basically offline, and ricoh did not build the anyway small manual into the app but leaves it as html on its website. the PC app does basically nothing but display 360° footage – and update the firmware. it pretends to convert the original videos from the theta to a youtube-friendly format, but in fact it does not change the file size, and it does not provide feedback while processing the data.

the camera is basically useless without a selfie-stick or a tripod. and the timer desperately needs more options. currently you have 3 seconds to hide under the table.

ricoh ist ein pionier in sachen 360°-fotografie. das auf der IFA im september 2017 vorgestellte neue “theta”-modell trägt die nummer V und bietet als erste kompakt-kleine kamera dieser art 4k auflösung. außerdem rechnet sie quasi in echtzeit das vorder- mit dem hinterbild zusammen und erstellt so im nu ein rundumpanorama.

wie bei der gopro in ihrer kleinen version fehlt der theta der monitor. man kann also nicht sehen, was man aufgenommen hat. die verwaltung der kamera ist komplett von PC oder smartphone abhängig. und genau da hakt es, und zwar mächtig.

links richtig, rechts falsch interpretiertes 360°

zwar kann man die bilder und videos im finder/explorer ansehen, aber wenn man sie zu youtube oder facebook hochlädt, werden sie in der regel missinterpretiert. statt dass der betrachter dann gemütlich in der rundumsicht herumfahren kann (am smartphone durch bewegung des smartphones), sieht er die szene falsch unterteilt, trennlinien in der mitte oder alles auf dem kopf. dasselbe kann passieren (kann = glückssache?), wenn man den film von der theta aufs smartphone überträgt und von dort hochlädt.

ricoh account tritt datenschutz mit füßen.

hier nochmal zum nachlesen:

Diese Applikation kann:

  • Tweets aus deiner Timeline lesen.
  • anzeigen, wem du folgst, und neuen Leuten folgen.
  • dein Profil aktualisieren.
  • Tweets für dich veröffentlichen.

die ricoh theta app zwingt einen, sich zum “sharen” ein account bei ricoh zuzulegen. das wäre ja noch okay, aber ricoh bietet nur zwei optionen der anmeldung, die beide unsittlich sind, nämlich anmeldung mit facebook oder twitter. in solchen fällen wird immer, auch wenn die datenschutzrichtlinien das gegenteil behaupten, das passwort übertragen. außerdem, was geht es ricoh an, wie ich bei twitter heiße?

auf android (aktuelle version, zwei jahre altes smartphone) stürzt die app dauernd ab. die verbindung zur kamera wird mit WLAN eröffnet. wenn man von dort aus zu youtube hochladen möchte, ginge das schon allein deswegen nicht, weil das handy dann im WLAN der kamera und nicht im internet ist. das problem tangiert sogar das lesen der bedienungsanleitung: statt sie lokal in die app zu integrieren, muss man eine internetseite aufsuchen, um die hilfe zu lesen. auch das verbinden von kamera und handy ist nicht trivial. man muss sich händisch aus dem aktuellen WLAN ab- und bei der kamera anmelden, die app führt einen hier nicht. sie führt einen auch nicht, wieder ins gewohnte WLAN zurückzukommen, wenn man fertig ist. oft ist der kontakt mit der ricoh vom smartphone überhaupt nicht möglich, selbst wenn man im hotspot der kamera ist. ein zentraler punkt wäre die datenorganisation der kamera: wie viele dateien sind vorhanden, wie viel platz ist noch? selbst das löschen der kameravideos ist nicht trivial.

für windows und mac gibt es eine app von ricoh, die die kameraverwaltung erledigt. auch diese app ist dürftig. ruft man sie bei via USB angeschlossener kamera auf, sieht man kein einziges bild auf der kamera. die app ist nämlich kein browser. sie dient allein drei zwecken: a) über den finder/explorer geladene kameramedien zu konvertieren, b) sie zu facebook oder twitter hochzuladen, c) die firmware zu aktualisieren. man muss also die app erst mit daten aus der kamera händisch füttern; was dann geschieht, ist wenig transparent: das video (locker 2 GB für paar minuten video) wird irgendwohin auf den PC gespeichert. (wird es da später wieder gelöscht?) dann gibt es nur eine option, nämlich das video, welches im mp4-format vorliegt, in mp4 zu konvertieren. hä? das fenster, das man dann sieht, steht bei einem 2 GB-video auf meinem PC ungefähr 15 minuten so, ohne dass ein fortschrittsbalken zu sehen ist:

ricoh konvertiert immer mit 0,0%

dann aber taucht plötzlich das konvertierte video auf und sieht in der 360°-darstellung auch korrekt aus. der ton stimmt auch. was da konvertiert wurde, ist unklar, denn ausgangs- und konvertiere datei sind exakt gleich groß.

wie hemdsärmlig die softwareumgebung der an sich perfekt arbeitenden kamera gestrickt ist, sieht man auch an der bedienungsanleitung:

schnell gestricktes manual: gemeint sind 5 GB.

unterm strich: prima kamera, aber so schwer zu gebrauchen, dass man mit dem kauf warten sollte, bis ricoh die umgebung benutzerfrreundlich und bug-free macht.

und: es gibt keinen grund für ricoh, die kamera nicht auch RAW-fotografien, also zum beispiel im DNG-format abspeichern zu lassen. die RAW-bildbearbeitung hat sich inzwischen auch bei semiprofis bewährt, profis tun’s nicht drunter. beispiel: meine drohne hat eine 4k kamera und nimmt natürlich auch RAW auf.

zur 360°-foto- und videografie an sich ließe sich noch viel sagen, das kommt wann anders. eins aber schon jetzt: wenn man die kamera hält, dann nur mit einem selfie-stick, denn sonst füllt ein brei aus fingern und hand die komplette unterseite des 360°-bilds. die kamera hat einen 3-sekunden-selbstauslöser. da muss man sich sehr beeilen, zu verschwinden, z. b. unter den tisch zu tauchen. was dann passiert, wenn man wieder auftaucht und am tischbein anstößt: die theta fällt garantiert um. es sei denn, man hat ein stativchen dafür. dessen drei beine sieht man dann aber immer unten…

stitching and drone | harmony

drone harmony layout preplanning

two days ago when the weather was inviting and the wind was calm i took the chance to try out a new drone app for photo professionals, still in beta, called drone harmony. the basic difference between the competing apps is simple, but impressive: before you plan your flight you tell the app where the obstacles are. the drone then avoids the buildings, trees, fences etc. you tell the app in the second step where and how to fly. maybe in a helix around a tower, or, that’s what i did, in a grid for straight down = orthogonal photography.

to cut things short: i’ll have to repeat the flight because – what i never thought about – the lighting conditions between beginning and end of flight were very different. when i took off, clouds cast soft shadows on the ground. towards the end of the expedition, ten or so minutes later, the sun came out, with sharp late afternoon shadows, confusing all four stitching apps i tried.

flight and photo pattern acroos the layed out area

first i let adobe photoshop lightroom deal with the 44 high res raw photos. i did some colour correction and camera profiling and then asked lightroom to stitch them all together. it took ages, maybe 20 minutes. lightroom offers no option for straight orthogonal images and chooses “perspective”:

lightroom tries stitching 44 photos together.

the result was this:

odd sharp edges (lightroom)

this attempt was not the worst, but puzzling. i could not determine where the extreme edges and distortion came from. the shape of the stitched object does only vaguely resemble the almost rectangular layout of the actual flight. next candidate: microsoft ICE.

microsoft ICE stitch

microsoft ICE did a much more sober stitching. i had used it before for 180° and 360° panoramas and little planet photos. nevertheless the pretty good looking panorama is flawed:

stitching flaws in ICE

the reason for this problem is that the sports playground had different lighting conditions. the third candidate amazed me with its free inventions. you may call it creative or useless: photoshop CC.

photoshop stitching

photoshop, famous in the old days for its stitching capabilities, is a lame duck now. all it presented was the odd collage above, with pretty amazing details (below):

none of these buildings is at the correct position.

let’s zoom in at another section of the same stitching. photoshop thought, why not TWO sports grounds? here the problem with the different lighting situation is obvious:

photoshop invents a double sports ground.

the creativity of photoshop is so amazing that i risked another close look. here the two sports grounds (in reality there’s only one, of course) are seperated by trees:

another attempt in photoshop

autostitch was the last software i tried – and it turned out to be the best, along with microsoft ICE.

autostitch64 does a good job.

like microsoft ICE, it handled the different lighting situations with ease, but both programs have problems with details. this is autostitch, a detail from the center of the image above, buildings which seem to fall into pieces and blend together:

autostitch detail with lots of problems

so, i’ll have to do the flight again and see…

riesengroßer little | planet

little planet panorama. foto: ms/dpa

wenn man viele bilder zu einem gesamtwerk vernäht, wie bei einem panorama üblich, entstehen große dateien. in diesem fall zwang das in microsoft ICE zusammengesetzte bild meinen rechner in die knie. das stitching (vernähen) selbst ging noch einigermaßen flott vonstatten, aber der import in photoshop dauerte ewig, lightroom lehnte das panorama von haus aus ab, weil zu groß.

ich sah also nach und fand die verblüffende bildauflösung mit übe 50.000 pixeln breite. das bild belegte in photoshop 5 GB arbeitsspeicher, und weil mein rechner zuhause “nur” 4 GB hat, scharrte sich das programm mühsam speicher auf der festplatte zusammen. jeder bearbeitungsschritt dauerte gefühlt 5 minuten.

anyway. hier oben ist es, gezähmt. → little planet, aufgenommen gestern. und unten ein detail aus dem → nadir (bildzentrum), um die auflösung besser beurteilen zu können.

little planet übrigens: da gibt es immer den tipp, ein paar schön hohe objekte zu haben und nur minimal über den horizont zu gucken. das habe ich hier versucht, indem ich die drohne niedrig fliegen ließ, etwa 3 meter, und nah an den zwillingsbäumen.

detail aus dem nadir des obigen panoramas

 

my first little | planet

little planet cologne west. photo: ms/dpa

i created this image in four steps:

  • i positioned the drone somewhere in the air, 15 meters high in this case.
  • i let the drone app take 34 photos around its hovering spot
  • i used microsoft’s excellent → “ICE” stitching software to put the 34 images together
  • i rendered the stitched image as stereoscopic and saved it.

the original is more than 20,000 pixels wide.

the image below is just another interpretation of the same 34 footage images:

same scene as above, different projection method

lightroom panoramen | pur

panorama aus ca. 6 einzelbildern. foto: ms/dpa

so soll ein panorama aussehen. es hat seine weitwinkligen verzerrungen, wie wir menschen mit unserem mäßigen weitwinkel-auge sie nicht kennen, und sagt damit: “ich bin ein panorama!” das foto weist – und das ist die stärke von stichting (also zusammennäh-) algorithmen – keine harten übergänge auf; die einzelbilder werden beim zusammenfügen also nicht nur von der geometrie her, sondern auch vom farb- und kontrastwert nahtlos angepasst.

trotzdem funktioniert das nicht immer vollautomatisch so gut, und im bild unten ging quasi alles schief. ich gab → lightroom ca. 20 aufnahmen als futter und ließ die app eine minute lang nachdenken. als sie mir in der vorschau dann das zeigte, klickte ich auf okay, und dann dauerte es für dieses im original knapp 20.000 pixel breite bild, etwa eine viertelstunde, bis es fertig war. was hier genau passiert ist, weiß ich nicht. der helle bereich in der bildmitte könnte mit zwei, drei ausgangsbildern zu tun gehabt zu haben, die gegen die sonne aufgenommen wurden.

schiefgegangenes panorama, aber cool! foto: ms/dpa

fischauge | kreisrunde fotos mit dem smartphone

halbfertiges fischaugen-foto mit der google camera app. foto: m. s./dpa

die google camera app hat seit ein paar wochen die fischauge-funktion, eine ziemlich gut implementierte sonderform des panoramas. der halbmond oben ist ein halbfertiges solches fischaugen-foto, ohne jegliche nachbearbeitung innerhalb von ca. 20 sekunden im aachener dom aufgenommen. unten ein komplettes fischauge in einem seitenbereich des doms.

achso, fischauge, klassisch, bevor es solche smartphones und solche apps gab: → wikipedia.