mobilität mit | kajak

ich kenne mich mit booten gar nicht aus. unser freund armin wies mich vor zwei jahren ins kajak-fahren (“wasserwandern”) auf dem seengeflecht in brandenburg ein. gestern lernte ich eine erstaunliche alternative zu armins schnittigem kunststoff-kajak kennen: aufblasbare kajaks von der österreichischen firma grabner. ich fuhr vier verschiedene modell test. das erstaunliche ist, dass sich die boote ähnlich schnittig wie die aus kunstoff verhalten, aber naturgemäß leicht transportabel sind. die packmaße eines standard-kajaks kommen dann auf ca. doppelte rucksackgröße.

mäßig besucht, aber gut ausgestattet: der grabner bootstag in neuss. foto: DR

mich erinnert das an eine andere form der kompakten mobilität, nämlich mit dem → brompton faltrad. bromptons werden seit ähnlich langer zeit wie grabner-boote hergestellt, gelten als robust und werden quasi nie verkauft, weil sie ewig halten.

mein brompton im ICE

auf dem bild unten ist ein wasserwanderer zu sehen, der sich steve flusswanderer nennt. das bild stammt aus steves → video, wo er zu zweit venedig erkundet – mit grabner gummibooten. auf dem foto sind im hintergrund die beiden kajaks zu sehen. venedig ist allerdings prädestiniert für handliche boote, nicht für handliche fahrräder…

steve flusswanderer in venedig; die roten kajaks im hintergrund. screenshot/steve

zwei | blaus

zwei tweets von heute

heute standen in meinem twitter-feed zwei bilder übereinander, oben ein von @oldpicsarchive* gepostetes foto von nick deWolf, san francisco 1971, darunter ein von @dpa gepostetes, von martin moravec (@moravecma). der screenshot macht mit einem blick deutlich, was man unter den warmen film-farben von früher und dem kalten look von heute versteht. in manchen apps auf smartphones gibt es fotofilter, die in neue fotos das wärmere blau der celluloid-tage zaubern. polariod ist nochmal was anderes.

nick deWolf – → hier der wikipediaartikel über ihn – war primär computerpionier, fotografierte aber auch wie besessen.


*oldpicsarchive ist ein dubioses unternehmen. es steckt dahinter vermutlich kenga rex, ein vermeintliches kunstportal, dem anschein nach aber eine reine werbeplattform. der weg geht so: unter dem handle @oldpicsarchive sind auf twitter interessante, meist ältere fotos zu sehen. folgt man dem link unter den fotos, kommt man auf kengarex.com, wo man in der regel ein anderes bild sieht, umrahmt von ziemlich schriller werbung. den fotos fehlen oft die quellenangaben, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die betreiber der werbeseite sich die veröffentlichungsrechte ordentlich eingeholt haben. es sind darunter fotos von gut verdienenden zeitgenössischen fotografen, aber auch historisches material, das zum beispiel über getty vertrieben wird.

Du has | t

ausschnitt aus einer spam-mail von heute: um die spam-filter zu umgehen, enthält dieser text absichtlich falsch geschriebenes (rot markiert):  leerzeichen innerhalb von worten und fehlendes leerzeichen nach punkt. übersetzungsprogramme aus anderen sprachen erzeugen solche fehler nicht, wohl aber grammatikfehler wie den grün markierten.

der spam-filter hat diese mail dennoch als spam identifiziert, vermutlich wegen des headers, also des email-kopfs und wegen des ziel-links, der zu einer abzocke-webseite führt.

facebook | container

es gibt ein neues plug-in für den firefox browser, welchem man offenbar vertrauen kann und was genau eine sache tut: es schirmt die facebook-webseite, auf der man seine sachen guckt oder postet, gegen die anderen browserfenster ab. WAS? höre ich manchen fragen. WAS haben andere browserfenster mit dem facebook-fenster zu tun? sehr viel: der browser schreibt für mehr oder weniger alle offenen fenster dateien als cookies auf die festplatte (was per se nichts böses ist), sodass zum beispiel die facebookseite nachgucken kann, was wir gerade auf guardian.co.uk lesen oder bei puma shoppen. entsprechend schaltet facebook dann werbung. konkreter: wenn ich auf facebook eine nachricht von einem bekannten anklicke, die auf einen artikel über linseneintopf in der ZEIT verweist, kann es sein, dass ich beim nächsten besuch von amazon.de kochgeschirr angeboten bekomme.

das facebook-container plug-in ist → hier zu finden, es installiert sich mit einem klick, und es packt quasi die facebook-webseite in quarantäne.

brompton bike hire with | hiccups

this posting is from january 2018. brompton bike hire immediately contacted me about this issue and in a very friendly way informed me that that rental bike box was slightly outdated and that within the next couple of months the whole rental system would be updated to suit modern standards.

brompton bike hire dock, turnham green, london

brompton is undoubtedly the best folding bike available these days. it folds wonderfully into a tiny packet, and it unfolds within seconds into a versatile, speedy city bike. the london based company intruduced a service a couple of years ago called → brompton bike hire. i have a brompton at home which i use every day, mostly in combination with tube or tram travel. but because the bike is slightly too large and quite a bit too heavy for taking it on board of a plane as handluggage, i’ve been an early adapter of the rental system in the UK. in 2016, when staying with my friend alison in pimlico, i had to travel quite far to get to the next rental dock. peckham rye that was, in the south of london. in the meantime we have rental hubs at king’s cross and several other locations around town. and not only around london: when arriving in oxford last year, i had googled for bike rental and made a reservation with → donkey bikes – but i was unable to find the bike in the bike parking lot in front of the railway station. instead i saw a brompton dock, canceled the donkey bike reservation, used the brompton rental app, opened box #9 and drove off to the university campus, quite far away, all across the old town. lovely ride with a bike i was very much used to anyway.

this time, when visiting friends near kew gardens, i chose the turnham green brompton hub depicted above. the app provides you with a long number which you punch into the keyboard on the left – and press enter. in most cases the UI did not show a green light after that procedure, so i had to repeat the process a few times. i think it has to do with the keys on the keyboard which react differently to pressure, and there’s no display which gives you feedback. nevertheless, the rental process is easy, i took the bike out of box #1, and off i rode.

what creates tension is when returning the bike. for only 3.50 pounds you can rent it for a whole day. i returned to the turnham green station a couple of hours later, folded the bike, punched in my reservation code, and nothing happened. then i remembered i had to do something in the app. the app, however, only showed me options to rent a bike, not for returing a bike. i phoned the service hotline. an automated reply stated: no avail, nobody to talk to. next i read the instructions on hub again. they are slightly confusing (rental, returning) and don’t tell anything about the usage of the app on the smartphone. in the meantime the app offered the option to return the bike and asked where i wanted to return it? i happily selected “turnham green” from the menu, and was thrown back to a page where i could make a new reservation or cancel a reservation. both did not make sense to me.

10 minutes had passed. so i followed the instructions on the box and sent a text message (xxxx now yyyy, where xxxx is the number engraved on/in the hub and yyyy is my personal pin; gee, where did i store my personal brompton bike rental pin?) to the given number. according to the instructions on the dock we should allow 5 minutes for the text message with the opening code to appear. nothing appeared on my phone. i rang the hotline again – with no help whatsoever. noone to talk to.

then i opened the app again, which, to my surprise, now presented me an opening code – which worked after the second time of punching the numbers in. box #1 opened, i lifted the bike in, saddle facing away from me, closed the box, and off i went. neither the app nor a text on the phone or an email informed me that the process was successfully finished. this is problematic indeed because you need to be sure that you actually checked out. when i rent a car2go smart car, i always wait until a green light shows in the window shield, which means, it is available for the next customer and done with me.

brompton certainly has to work on this. i’ll post their reply here once they’ve read this blog entry.

brompton bike hire oxford, screenshot

here’s my own tempest blue, → at 280 km/h. ;-)

wacom und | chrome

es gibt kleine momente, die muss man feiern. ich bin, nicht nur wegen maus-unliebe, sondern überhaupt, seit xx jahren benutzer von grafiktabletts. sie sind präzise, vor allem bei grafikarbeiten, sie machen spaß, und sie entlasten handgelenk und sehenscheiden etc. enorm. die hand bewegt sich wegen des grundprinzips tablet & pen viel mehr als mit der rollfingermaus.

gefühlt anfang 2017 hakte zum ersten mal mein wacom bamoboo grafiktablett, und zwar nur mit dem chrome-browser von google, unter windows. chrome-fenster ließen sich nicht mehr mit dem tablet schließen, die texteingabe und klicks auf weblinks klappten mal, mal klappten sie nicht. weil ich aus bestimmten gründen mehrere browser benutze und chrome eben einer davon ist, wollte ich nicht drauf verzichten, nur weil das wacom nicht mit chrome konnte. die maus liegt schließlich immer vor mir, ich kann bei chrome ja mal wieder mausbewegungen üben.

und am schluss mit OK bestätigen

heute wurde es mir zu bunt, ich rief den wacom-support in frankfurt an, der sofort antwortete und meinte, ich sei mit dem problem absolut nicht allein. mit folgendem 10 sekunden-tipp war mein seit monaten anhängiges problem schlagartig gelöst:

1) wacom-einstellungen öffnen

2) reiter “stift” anklicken

3) im stift-menü “projektion” ancklicken

4) dort “windows freihand verwenden” deaktivieren, also den haken wegmachen.

5) mit ok bestätigen, fertig.

wiki spenden | unnötig

spendengeier wikiMEDIA 2017

wie jedes jahr treibt die wikimedia im november/dezember spendengelder ein. das wesentliche dazu habe ich schon vor → einem jahr hier gesagt, es trifft auch heute noch zu. im prinzip treibt

  • mit unsäglich großen werbebannern
  • ein eingetragener verein
  • im namen tausender von ehrenamtlichen autorInnen
  • geld ein

der verein hat inhaltlich nichts mit dem zu tun, was wir als die freie enzyklopädie “wikipedia” kennen. die ehrenamtlichen autorInnen (ich bin nur einer von unzähligen) wissen, glaube ich, zu schätzen, dass die server der wikipedia funktionieren, backups erstellt werden, ab und zu neue tools zur statistik programmiert werden und in streitfällen ein anwalt gestellt wird. aber ansonsten braucht die wikipedia kein geld, und auch nicht den verein, der sich wikimedia nennt und sich bei dem spendenaufruf fett und breit auf unsere artikelseiten pflanzt – im screenshot oben nimmt sie fast die hälft ein.

ich rate deswegen zweierlei:

  • spendet lieber an ärzte ohne grenzen oder wfmu.org oder andere.
  • registriert Euch mit pseudonym bei → de.wikipedia.org, damit die werbeeinblendungen verschwinden.

einmal registriert könnt und solltet Ihr dann in artikeln tippfehler ausbessern, quellen ergänzen usw., eben mitmachen. es gibt keinen zwang dazu, und druck macht einem auch niemand. bei über 2 millionen deutschen artikeln ist mitmachen wichtig, und diese arbeit ist wichtiger als sich durch eine 20 €-spende an die wikimedia ein gutes gewissen für den rest des jahres zu schaffen und damit den festangestellten der wikimedia in berlin, san francisco und anderswo warme büros zu bescheren. die wikimedias sind wasserköpfe, die vielleicht nicht nur unsinniges tun, aber überflüssiges, was mit der grassroots-bewegung wikipedia nichts zu tun hat.

achso, mitmachen fängt so an: man guckt was nach, denkt, hä, stimmt das, ist dieser satzbau richtig, kann man den einstieg des artikels nicht bisschen einfacher formulieren?

drohnen und | vögel

die probleme zwischen flugzeugen und vögeln sind so alt wie die fliegerei. ich habe bei den recherchen für eine demnächst im DLF laufende sendung über drohnen gelernt, dass vögel von triebwerken zwar angesaugt, aber relativ leicht zershreddert werden. selbst kleine drohnen dagegen haben sich im test als so hartnäckig erwiesen, dass sie die blätter der turbine zershreddern. in einem drohnenforum in facebook postete jemand jetzt bilder von flugzeugschäden aufgrund von zusammenstößen mit vögeln, und ein anderer antwortet mit der idee, die amerikanische zulassungsbehörde könne doch jetzt eine registrierung von vögeln verlangen, statt sich dauernd über drohnen aufzuregen.

facebook: vogelschäden

na ja, auch nah an flugplätzen fliegende drohnen werden von triebwerken angesaugt, was bei start und landung dazu führen würde, dass die maschine abstürzt. oben im flugbetrieb lässt sich der ausfall eines triebwerks notfalls eine zeitlang verkraften, aber in bodennähe wird das tragisch ausgehen. und selbst wenn nichts passiert: 500 drohnenaufstiege waren in 2016 (als es noch lange nicht so viele drohnen wie heute gab, allerdings auch nicht die ziemlich eindeutige drohnenverordnung vom april 2017) um den flughafen hamburg herum bemerkt worden. wenn ein fluglotse oder ein pilot eine drohne in der nähe sieht, wird der flug umgeleitet. das kostet fünfstellige eurobeträge.

ricoh theta V | unausgereift

ricoh theta V. starke hardware! foto: ms/dpa

 

this is a review of the ricoh theta V camera which takes 360° surround photos and videos in 4k. the review is in german, so you might want to use google translate or deepl.com to read it. here i’ll give you an abstract in english:

the camera is great, the image quality and the design excellent, the stitching process works almost in realtime, and the stitching corners are hard to determine. the theta V fails to provide RAW photos. this can be fixed in the firmware i guess, it’s definitely not state of the art any more to not provide DNG or another RAW format in addition to jpeg.

the real problems have to do with the periphery. and they are massive. you need a PC or mac or smartphone or tablet to access the camera. the apps treat data privacy with little respect, urging us to hand over our twitter or facebook account data, including, of course, although everyone at ricoh will deny it, our passwords. the android app crashes constantly and often does not WiFi-connect to the camera. the connection process is complicated and flawed. for example you cannot access the help function while the smartphone is connected to the theta. (you’re basically offline, and ricoh did not build the anyway small manual into the app but leaves it as html on its website. the PC app does basically nothing but display 360° footage – and update the firmware. it pretends to convert the original videos from the theta to a youtube-friendly format, but in fact it does not change the file size, and it does not provide feedback while processing the data.

the camera is basically useless without a selfie-stick or a tripod. and the timer desperately needs more options. currently you have 3 seconds to hide under the table.

ricoh ist ein pionier in sachen 360°-fotografie. das auf der IFA im september 2017 vorgestellte neue “theta”-modell trägt die nummer V und bietet als erste kompakt-kleine kamera dieser art 4k auflösung. außerdem rechnet sie quasi in echtzeit das vorder- mit dem hinterbild zusammen und erstellt so im nu ein rundumpanorama.

wie bei der gopro in ihrer kleinen version fehlt der theta der monitor. man kann also nicht sehen, was man aufgenommen hat. die verwaltung der kamera ist komplett von PC oder smartphone abhängig. und genau da hakt es, und zwar mächtig.

links richtig, rechts falsch interpretiertes 360°

zwar kann man die bilder und videos im finder/explorer ansehen, aber wenn man sie zu youtube oder facebook hochlädt, werden sie in der regel missinterpretiert. statt dass der betrachter dann gemütlich in der rundumsicht herumfahren kann (am smartphone durch bewegung des smartphones), sieht er die szene falsch unterteilt, trennlinien in der mitte oder alles auf dem kopf. dasselbe kann passieren (kann = glückssache?), wenn man den film von der theta aufs smartphone überträgt und von dort hochlädt.

ricoh account tritt datenschutz mit füßen.

hier nochmal zum nachlesen:

Diese Applikation kann:

  • Tweets aus deiner Timeline lesen.
  • anzeigen, wem du folgst, und neuen Leuten folgen.
  • dein Profil aktualisieren.
  • Tweets für dich veröffentlichen.

die ricoh theta app zwingt einen, sich zum “sharen” ein account bei ricoh zuzulegen. das wäre ja noch okay, aber ricoh bietet nur zwei optionen der anmeldung, die beide unsittlich sind, nämlich anmeldung mit facebook oder twitter. in solchen fällen wird immer, auch wenn die datenschutzrichtlinien das gegenteil behaupten, das passwort übertragen. außerdem, was geht es ricoh an, wie ich bei twitter heiße?

auf android (aktuelle version, zwei jahre altes smartphone) stürzt die app dauernd ab. die verbindung zur kamera wird mit WLAN eröffnet. wenn man von dort aus zu youtube hochladen möchte, ginge das schon allein deswegen nicht, weil das handy dann im WLAN der kamera und nicht im internet ist. das problem tangiert sogar das lesen der bedienungsanleitung: statt sie lokal in die app zu integrieren, muss man eine internetseite aufsuchen, um die hilfe zu lesen. auch das verbinden von kamera und handy ist nicht trivial. man muss sich händisch aus dem aktuellen WLAN ab- und bei der kamera anmelden, die app führt einen hier nicht. sie führt einen auch nicht, wieder ins gewohnte WLAN zurückzukommen, wenn man fertig ist. oft ist der kontakt mit der ricoh vom smartphone überhaupt nicht möglich, selbst wenn man im hotspot der kamera ist. ein zentraler punkt wäre die datenorganisation der kamera: wie viele dateien sind vorhanden, wie viel platz ist noch? selbst das löschen der kameravideos ist nicht trivial.

für windows und mac gibt es eine app von ricoh, die die kameraverwaltung erledigt. auch diese app ist dürftig. ruft man sie bei via USB angeschlossener kamera auf, sieht man kein einziges bild auf der kamera. die app ist nämlich kein browser. sie dient allein drei zwecken: a) über den finder/explorer geladene kameramedien zu konvertieren, b) sie zu facebook oder twitter hochzuladen, c) die firmware zu aktualisieren. man muss also die app erst mit daten aus der kamera händisch füttern; was dann geschieht, ist wenig transparent: das video (locker 2 GB für paar minuten video) wird irgendwohin auf den PC gespeichert. (wird es da später wieder gelöscht?) dann gibt es nur eine option, nämlich das video, welches im mp4-format vorliegt, in mp4 zu konvertieren. hä? das fenster, das man dann sieht, steht bei einem 2 GB-video auf meinem PC ungefähr 15 minuten so, ohne dass ein fortschrittsbalken zu sehen ist:

ricoh konvertiert immer mit 0,0%

dann aber taucht plötzlich das konvertierte video auf und sieht in der 360°-darstellung auch korrekt aus. der ton stimmt auch. was da konvertiert wurde, ist unklar, denn ausgangs- und konvertiere datei sind exakt gleich groß.

wie hemdsärmlig die softwareumgebung der an sich perfekt arbeitenden kamera gestrickt ist, sieht man auch an der bedienungsanleitung:

schnell gestricktes manual: gemeint sind 5 GB.

unterm strich: prima kamera, aber so schwer zu gebrauchen, dass man mit dem kauf warten sollte, bis ricoh die umgebung benutzerfrreundlich und bug-free macht.

und: es gibt keinen grund für ricoh, die kamera nicht auch RAW-fotografien, also zum beispiel im DNG-format abspeichern zu lassen. die RAW-bildbearbeitung hat sich inzwischen auch bei semiprofis bewährt, profis tun’s nicht drunter. beispiel: meine drohne hat eine 4k kamera und nimmt natürlich auch RAW auf.

zur 360°-foto- und videografie an sich ließe sich noch viel sagen, das kommt wann anders. eins aber schon jetzt: wenn man die kamera hält, dann nur mit einem selfie-stick, denn sonst füllt ein brei aus fingern und hand die komplette unterseite des 360°-bilds. die kamera hat einen 3-sekunden-selbstauslöser. da muss man sich sehr beeilen, zu verschwinden, z. b. unter den tisch zu tauchen. was dann passiert, wenn man wieder auftaucht und am tischbein anstößt: die theta fällt garantiert um. es sei denn, man hat ein stativchen dafür. dessen drei beine sieht man dann aber immer unten…

spam, not from | youtube

interesting spam/phishing mail i just received. my email client, thunderbird, detected it properly as a phishing attempt. the link looks like coming from youtube, but it leads to something completely different. so, don’t click on links like those, just hover your mouse over them and see where they would lead you to.

pretending to come from youtube.

samsung wirbt mit | steinzeit

bin weit weg von köln. aber wenn die dmexco so flach war wie das ein oder andere video von dort, habe ich kein heimweh. samsung zeigte ein video, wo der revolutionär „neue“ galaxy note-nachrichtenversand gehypt wird, der auf einem steinalten protokoll basiert, das inzwischen nicht nur lästig, sondern voller trojaner und  außerdem teuer ist: die MMS. beweisfoto aus einem werbeclip fürs samsung phablet:

backups | bitte

hinten auf dem rechner die backup-platte

für einen IT-nahen menschen mag es trivial klingen, aber backups sind der grundstein eines jeden guten computerhaushalts. und wer hat heute schon keinen computerhaushalt!

ich poste das hier, weil es heute leichter denn je ist. nämlich indem man sich eine 4 TB-USB-platte kauft, die im moment um die 125 € kostet. die schließt man an den PC oder ans notebook via USB an. beim mac wird die platte dann als “time machine”-backup-medium definiert. bei windows geht das über die systemsteuerung, wo sich der punkt “sicherung” befindet.

die festplatten sind klein (deswegen habe ich auf meine mal zum größenvergleich einen stift draufgelegt) und praktisch unhörbar leise. einmal eingerichtet verüben sie ihren job ohne nachfragen. am besten nach dem ersten start die nacht lang backup schaufeln lassen, später passiert das on the fly.

wenn man später eine datei sucht, die man gelöscht hat, wird man sie über das inkrementelle backup wiederherstellen können. auch ein neuer rechner kann über diese backup eingerichtet werden, allerdings nicht vom betriebssystem her. u. u. wird man die programme des alten rechners händisch neu installieren müssen.

backups an sich sind angesichts heutiger speicherpreise keine diskussion mehr. das backup beruhigt ungemein.

fremdmonitarisiert auf | youtube

ich nahm gestern abend dieses video auf und schob es, etwas beschleunigt und mit musik aus meiner bibliothek versehen, zu youtube hoch:

drohnenaufnahme mit schostakowitsch

youtube meldete mir (zurecht), dass der einminutenclip “urheberrechtlich geschützte inhalte enthält” – nämlich die musik. warum bleibt das video dann trotzdem abspielbar? weil, und das war mir neu, jetzt jemand anderes an dem film verdient, nämlich der verlag (und hoffentlich auch → der interpret) dieses schostakowitsch-präludiums. die infoseite von youtube zu diesem urheberrechtsthema ist hier zu sehen. sie spricht, wie bei youtube üblich, von “monitarisierung”. es monitarisiert (sich?) in diesem fall, ohne dass ich eine ahnung davon hatte, der rechtewahrnehmer → sodrac.

screenshot fremdmonitarisierung

 

suchmaschinen | spamming

suchmaschinen-spamming durch chip.de und andere

beim schreiben → dieses blogeintrags suchte ich nach einem link zum herunterladen von google earth pro. wie so oft war das nicht trivial, denn die google-suche nach “google earth pro” bringt, wenn man genau hinguckt (und das sollte man tun!) bereits auf der ersten seite und ganz oben ergebnisse, die mit google nichts zu tun haben. man findet dort zwar google earth zum herunterladen, aber man unterstützt damit eine faule werbemasche, die im fachjargon → suchmaschinen-spamming heißt. mit verschiedenen techniken, unter anderem brücken-webseiten, sorgen wie chip.de, computerbild.de, oft auch giga.de dafür, dass der suchende auf ihre seite kommt. sie erhöhen damit ihr ranking und können für online-werbung mehr geld verlagen. das milder ausgedrückt suchmaschinen-optimierung genannte verfahren gilt als ethisch fragwürdig, ist jedoch nicht illegal. google hat mehrfach solche trittbrettfahrer aufgedeckt und seine suchroboter entsprechend modifiziert.

wer nach “google earth pro” sucht und auf den ersten link klickt, unterstützt das unlautere verhalten des chip-verlags. auch der dritte eintrag führt zu einem suchmaschinen-spammer. beim vierten eintrag muss man sich den link genau angucken, denn der tarnt gut: er führt zu softonic, nicht zu google. weiter unten ein häufiges szenario von spamming, nämlich youtube-videos minderer qualität herzustellen und mit üppigen schlagworten auszustatten. ganz unten schließlich eine weitere webseite, die mit google earth nichts am hut hat, die PC-welt. nur die weiß gelassenen links sind “gut”.

wie unter den hackern gibt es die guten und die bösen, die weißen und die schwarzen. hier in diesem beispiel wimmelt es von black hat spammern. man kann auch suchmaschinen-optimierungen, die ohne das spammen auskommen, betreiben (white hat search engine optimization), muss dann aber in kauf nehmen, dass man im ranking weiter unten landet.

das suchmaschinen-spamming ist ein sich selbst befruchtendes system, das von nichtwissen lebt. wer auf den ersten link klickt, wertet chip.de weiter auf, damit steigt es im ranking um ein µ hoch. ethisch korrekt wäre es, wenn der verlag seine redaktionellen artikel bewirbt und nichts weiter.

unterm strich: erst die links lesen, und in der regel nicht auf den ersten klicken!