swinging | orbit

swinging orbit. grafik: ms

actually, this was not meant to lead to a rendered image at all. i experimented with particles in CGI, 10 per second, emitted in the center of the scene, about 10 cm from the objects you see in this rendering, blown into one direction by wind. i then applied so-called trails to connect them. what i actually wanted to get to, however, was a more loose connection of the particle objects by thin curves. it took me about an hour or two to find out how this can work. and while experimenting, this camera angle came up. the view was so beautiful, i introduced some light and did this high-res rendering with depth of field. the camera actually is in the particle stream, with the particles flying towards us, and it looks into a world of macroscopic dimensions. that‘s why the DOF is so shallow, even with a pretty small aperture.

hand kenn ich | nicht

google lens ist eine erst vor wenigen tagen freigeschaltete KI-app. sie tut typischerweise folgendes: ich halte meine handy-kamera auf eine küchenlampe, google lens erkennt das nicht nur als küchenlampe, sondern nennt mir “ikea” und bietet mir ähnliche lampen samt kaufmöglichkeit an. hier aber versagt die app mitsamt ihrer künstlichen intelligenz:

google lens erkennt nicht, dass das finger sind.

mobilität mit | kajak

ich kenne mich mit booten gar nicht aus. unser freund armin wies mich vor zwei jahren ins kajak-fahren (“wasserwandern”) auf dem seengeflecht in brandenburg ein. gestern lernte ich eine erstaunliche alternative zu armins schnittigem kunststoff-kajak kennen: aufblasbare kajaks von der österreichischen firma grabner. ich fuhr vier verschiedene modell test. das erstaunliche ist, dass sich die boote ähnlich schnittig wie die aus kunstoff verhalten, aber naturgemäß leicht transportabel sind. die packmaße eines standard-kajaks kommen dann auf ca. doppelte rucksackgröße.

mäßig besucht, aber gut ausgestattet: der grabner bootstag in neuss. foto: DR

mich erinnert das an eine andere form der kompakten mobilität, nämlich mit dem → brompton faltrad. bromptons werden seit ähnlich langer zeit wie grabner-boote hergestellt, gelten als robust und werden quasi nie verkauft, weil sie ewig halten.

mein brompton im ICE

auf dem bild unten ist ein wasserwanderer zu sehen, der sich steve flusswanderer nennt. das bild stammt aus steves → video, wo er zu zweit venedig erkundet – mit grabner gummibooten. auf dem foto sind im hintergrund die beiden kajaks zu sehen. venedig ist allerdings prädestiniert für handliche boote, nicht für handliche fahrräder…

steve flusswanderer in venedig; die roten kajaks im hintergrund. screenshot/steve

zwei | blaus

zwei tweets von heute

heute standen in meinem twitter-feed zwei bilder übereinander, oben ein von @oldpicsarchive* gepostetes foto von nick deWolf, san francisco 1971, darunter ein von @dpa gepostetes, von martin moravec (@moravecma). der screenshot macht mit einem blick deutlich, was man unter den warmen film-farben von früher und dem kalten look von heute versteht. in manchen apps auf smartphones gibt es fotofilter, die in neue fotos das wärmere blau der celluloid-tage zaubern. polariod ist nochmal was anderes.

nick deWolf – → hier der wikipediaartikel über ihn – war primär computerpionier, fotografierte aber auch wie besessen.


*oldpicsarchive ist ein dubioses unternehmen. es steckt dahinter vermutlich kenga rex, ein vermeintliches kunstportal, dem anschein nach aber eine reine werbeplattform. der weg geht so: unter dem handle @oldpicsarchive sind auf twitter interessante, meist ältere fotos zu sehen. folgt man dem link unter den fotos, kommt man auf kengarex.com, wo man in der regel ein anderes bild sieht, umrahmt von ziemlich schriller werbung. den fotos fehlen oft die quellenangaben, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die betreiber der werbeseite sich die veröffentlichungsrechte ordentlich eingeholt haben. es sind darunter fotos von gut verdienenden zeitgenössischen fotografen, aber auch historisches material, das zum beispiel über getty vertrieben wird.