ricoh theta V | unausgereift

ricoh theta V. starke hardware! foto: ms/dpa

ricoh ist ein pionier in sachen 360°-fotografie. das auf der IFA im september 2017 vorgestellte neue „theta“-modell trägt die nummer V und bietet als erste kompakt-kleine kamera dieser art 4k auflösung. außerdem rechnet sie quasi in echtzeit das vorder- mit dem hinterbild zusammen und erstellt so im nu ein rundumpanorama.

wie bei der gopro in ihrer kleinen version fehlt der theta der monitor. man kann also nicht sehen, was man aufgenommen hat. die verwaltung der kamera ist komplett von PC oder smartphone abhängig. und genau da hakt es, und zwar mächtig.

links richtig, rechts falsch interpretiertes 360°

zwar kann man die bilder und videos im finder/explorer ansehen, aber wenn man sie zu youtube oder facebook hochlädt, werden sie in der regel missinterpretiert. statt dass der betrachter dann gemütlich in der rundumsicht herumfahren kann (am smartphone durch bewegung des smartphones), sieht er die szene falsch unterteilt, trennlinien in der mitte oder alles auf dem kopf. dasselbe kann passieren (kann = glückssache?), wenn man den film von der theta aufs smartphone überträgt und von dort hochlädt.

ricoh account tritt datenschutz mit füßen.

hier nochmal zum nachlesen:

Diese Applikation kann:

  • Tweets aus deiner Timeline lesen.
  • anzeigen, wem du folgst, und neuen Leuten folgen.
  • dein Profil aktualisieren.
  • Tweets für dich veröffentlichen.

die ricoh theta app zwingt einen, sich zum „sharen“ ein account bei ricoh zuzulegen. das wäre ja noch okay, aber ricoh bietet nur zwei optionen der anmeldung, die beide unsittlich sind, nämlich anmeldung mit facebook oder twitter. in solchen fällen wird immer, auch wenn die datenschutzrichtlinien das gegenteil behaupten, das passwort übertragen. außerdem, was geht es ricoh an, wie ich bei twitter heiße?

auf android (aktuelle version, zwei jahre altes smartphone) stürzt die app dauernd ab. die verbindung zur kamera wird mit WLAN eröffnet. wenn man von dort aus zu youtube hochladen möchte, ginge das schon allein deswegen nicht, weil das handy dann im WLAN der kamera und nicht im internet ist. das problem tangiert sogar das lesen der bedienungsanleitung: statt sie lokal in die app zu integrieren, muss man eine internetseite aufsuchen, um die hilfe zu lesen. auch das verbinden von kamera und handy ist nicht trivial. man muss sich händisch aus dem aktuellen WLAN ab- und bei der kamera anmelden, die app führt einen hier nicht. sie führt einen auch nicht, wieder ins gewohnte WLAN zurückzukommen, wenn man fertig ist. oft ist der kontakt mit der ricoh vom smartphone überhaupt nicht möglich, selbst wenn man im hotspot der kamera ist. ein zentraler punkt wäre die datenorganisation der kamera: wie viele dateien sind vorhanden, wie viel platz ist noch? selbst das löschen der kameravideos ist nicht trivial.

für windows und mac gibt es eine app von ricoh, die die kameraverwaltung erledigt. auch diese app ist dürftig. ruft man sie bei via USB angeschlossener kamera auf, sieht man kein einziges bild auf der kamera. die app ist nämlich kein browser. sie dient allein drei zwecken: a) über den finder/explorer geladene kameramedien zu konvertieren, b) sie zu facebook oder twitter hochzuladen, c) die firmware zu aktualisieren. man muss also die app erst mit daten aus der kamera händisch füttern; was dann geschieht, ist wenig transparent: das video (locker 2 GB für paar minuten video) wird irgendwohin auf den PC gespeichert. (wird es da später wieder gelöscht?) dann gibt es nur eine option, nämlich das video, welches im mp4-format vorliegt, in mp4 zu konvertieren. hä? das fenster, das man dann sieht, steht bei einem 2 GB-video auf meinem PC ungefähr 15 minuten so, ohne dass ein fortschrittsbalken zu sehen ist:

ricoh konvertiert immer mit 0,0%

dann aber taucht plötzlich das konvertierte video auf und sieht in der 360°-darstellung auch korrekt aus. der ton stimmt auch. was da konvertiert wurde, ist unklar, denn ausgangs- und konvertiere datei sind exakt gleich groß.

wie hemdsärmlig die softwareumgebung der an sich perfekt arbeitenden kamera gestrickt ist, sieht man auch an der bedienungsanleitung:

schnell gestricktes manual: gemeint sind 5 GB.

unterm strich: prima kamera, aber so schwer zu gebrauchen, dass man mit dem kauf warten sollte, bis ricoh die umgebung benutzerfrreundlich und bug-free macht.

zur 360°-foto- und videografie an sich ließe sich noch viel sagen, das kommt wann anders. eins aber schon jetzt: wenn man die kamera hält, dann nur mit einem selfie-stick, denn sonst füllt ein brei aus fingern und hand die komplette unterseite des 360°-bilds. die kamera hat einen 3-sekunden-selbstauslöser. da muss man sich sehr beeilen, zu verschwinden, z. b. unter den tisch zu tauchen. was dann passiert, wenn man wieder auftaucht und am tischbein anstößt: die theta fällt garantiert um. es sei denn, man hat ein stativchen dafür. dessen drei beine sieht man dann aber immer unten…

rundum meditation | waidmarkt

dieses video ist mein erster ernsthafter härtetest der neuen ricoh theta V rundum-kamera. das gerät ist sehr handlich und setzt die videos der vorder- und hinterseite in 4k-auflösung unmerklich schnell und praktisch makellos zusammen. der schwachpunkt aller 360°-aufnahmen ist das, was exakt unten passiert. der effekt (dicke finger, die den gesamte unteren bereich  belegen) wird mit einem selfiestick abgemildert. ich stand also an der abbruchstelle neben dem ehemaligen und 2009 eingestürzten kölner stadtarchiv und sah dem bagger und den menschen zu. es passiert nichts besonderes, es ist einfach ein zeitdokument.

➡️ beim betrachten scrollen oder smartphone drehen!

spam, not from | youtube

interesting spam/phishing mail i just received. my email client, thunderbird, detected it properly as a phishing attempt. the link looks like coming from youtube, but it leads to something completely different. so, don’t click on links like those, just hover your mouse over them and see where they would lead you to.

pretending to come from youtube.

illustration | atomwaffen

raketen und kernwaffenexplosion. illustration: ms/dpa

um den tiefenschärfe-effekt für die 3D-nerds zu beschreiben, habe ich ein → tutorial-video angefertigt und dafür diese kleine skizze am iPad pro (mit apple pencil) in knapp einer minute erstellt. in dem video erkläre ich dann, wie sich die blende und schärfeneinstellung der drei gegenstände in der szene auf die tiefenschärfe auswirken und wie man das anhand des obigen beispiels rendern lassen kann.

sekundenskizze zur DOF-illustration

ambient | occlusion

ambient occlusion is a rendering technique which delivers amazing results in minimal time. from the rendering perspective it’s a variation of the much more costly global illumination method. i rendered this image in 9 seconds – and after half a second it was already ready for evaluation.

ambient occlusion. rendering: ms

dynamic MASH | network

MASH is a relatively new module in autodesk maya, the leading 3D computer animation software package. i just published my third or forth → tutorial about MASH in maya, demonstrating its basic behaviour in context with dynamic simulation of a thousand little cubes.

MASH interacts with a torus and the surface. rendering: ms

 

the tutorial is not about rendering. but (solid angle) arnold renders MASH scenes fast and reliably. here even with the always cool and somewhat delicate effect namend „motion blur“. pixar, by the way, holds the patent for the first motion blur algorithms. it pays the pension of several employees there.

abriss neben | stadtarchivloch

gebäudeabriss im zentrum kölns. foto: ms/dpa

seit dem frühsommer wird am abriss des gebäudes links gearbeitet. im september fiel der größte teil der mitte (rot eingefärbt), seit heute geht es an den linken gebäudeteil. das gebäude grenzte wand an wand am 2009 wegen u-bahn-baupfusch eingestürzten historischen archiv der stadt köln. das archiv rutschte quasi von der rechten wand des blauen gebäudeteils nach unten.

rechts habe ich das so genannte „besichtigungsbauwerk“ umgrenzt. es dient der beweisfindung für den einsturz, also dem erstellen diverser grundwassergutachten. es kostete den steuerzahler viele millionen und täglich mehr.

a road with | trees

a road with trees in 10 minutes (maya rendering)

this is a scene which i created in about 10 minutes. the street and sidewalk took 8 minutes, the trees 2 minutes. the reason for this is that the trees can be painted. they behave like oilstrokes on a canvas, with the difference that they are 3D strokes on a 3D surface.

here is my tutorial about it.

samsung wirbt mit | steinzeit

bin weit weg von köln. aber wenn die dmexco so flach war wie das ein oder andere video von dort, habe ich kein heimweh. samsung zeigte ein video, wo der revolutionär „neue“ galaxy note-nachrichtenversand gehypt wird, der auf einem steinalten protokoll basiert, das inzwischen nicht nur lästig, sondern voller trojaner und  außerdem teuer ist: die MMS. beweisfoto aus einem werbeclip fürs samsung phablet:

bot | besuche

 

dieser blog hat, vermutlich weil ich ihn zurzeit kaum aktualisiere, nicht die durchschnittlichen 200-300 täglichen besuche, sondern bisschen weniger. dafür sind die seitenaufrufe drastisch gestiegen. das passiert unregelmäßig, und stets heftig. ich kann mir das nur mit den bot-besuchen erklären.

saudis vor | gericht

erst kam 9/11. dann ließen rumsfeld & co. bestimmten gefangenen die seele aus den leibern foltern, damit sie gestehen, der irak war dran schuld. taten sie nicht. der 9/11 report enthielt dann ein komplett geschwärztes kapitel, das nahelegt, das saudische königreich steckte dahinter. passte der bush-administration gar nicht. die wollte waffen an die saudis verkaufen und den irak angreifen. klappte beides.

inzwischen klagen einige tausend amerikaner gegen mehrere menschen des saudischen königshauses.

donald trump traf sich auf seiner jungfernreise dahin mit dem scheidenden könig, der dement ist und dem trump in seiner alleswissenden genügsamkeit extreme weisheit und großen weitblick antwitterte.

trump schloss einen waffenexportdeal mit den saudis ab, den er im inland als jobmaschine verkaufte; soweit reicht sein hirnschmalz.

den saudis ist der sich nun anbahnende prozess vor einem ordentlichen amerikanischen gericht hochnotpeinlich, weshalb sie ein duztend firmen beauftragt haben, das mit lobbyarbeit um jeden preis zu verhindern.

nachzulesen in andrew cockburns artikel im harper’s magazine, und cockburn im interview bei democracy now.