lightroom panoramen | pur

panorama aus ca. 6 einzelbildern. foto: ms/dpa

so soll ein panorama aussehen. es hat seine weitwinkligen verzerrungen, wie wir menschen mit unserem mäßigen weitwinkel-auge sie nicht kennen, und sagt damit: „ich bin ein panorama!“ das foto weist – und das ist die stärke von stichting (also zusammennäh-) algorithmen – keine harten übergänge auf; die einzelbilder werden beim zusammenfügen also nicht nur von der geometrie her, sondern auch vom farb- und kontrastwert nahtlos angepasst.

trotzdem funktioniert das nicht immer vollautomatisch so gut, und im bild unten ging quasi alles schief. ich gab → lightroom ca. 20 aufnahmen als futter und ließ die app eine minute lang nachdenken. als sie mir in der vorschau dann das zeigte, klickte ich auf okay, und dann dauerte es für dieses im original knapp 20.000 pixel breite bild, etwa eine viertelstunde, bis es fertig war. was hier genau passiert ist, weiß ich nicht. der helle bereich in der bildmitte könnte mit zwei, drei ausgangsbildern zu tun gehabt zu haben, die gegen die sonne aufgenommen wurden.

schiefgegangenes panorama, aber cool! foto: ms/dpa

panorama in adobe | lightroom

panorama köln nord-ost-süd. foto: ms/dpa

panoramen aus mehreren einzelbildern zusammensetzen konnte software schon lange. vor ca. 15 jahren klappte das mit der geometriezusammensetzung schon ganz gut, aber der knackpunkt war, den einzelbildern eine farb- und belichtungscharakteristik zu geben, dass die übergänge nicht mehr sichtbar waren. im beispiel hier oben, aufgenommen heute nachmittag aus 60 metern höhe mit meiner drohne, waren im original die fotos im rechten bereich (also nach süden) viel dunkler als die richtung dom (norden).

ich habe hier erstmals die automatische zusammensetzung der fünf einzelaufnahmen zu einem panorama von adobe photoshop lightroom CC erledigen lassen, und das ergebnis, was nach ca. 3 sekunden so dastand, lässt sich sehen. 11.000 pixel breit. durch rechten mausklick auf das bild oben lässt sich eine verkleinerte, aber immerhin 2000 pixel breite version lokal speichern.

entscheidend dafür, dass die belichtungs- und farbübergänge so perfekt sind, ist das originalformat der aufnahmen: die drohnenkamera nimmt nämlich auf wunsch RAW auf, also nicht nur jpeg. im RAW-format sind zahlreiche informationen enthalten, die man nicht direkt sieht, während in jpeg alles festgelegt ist. eine stärke von lightroom ist, dass sich das programm immer im RAW-bereich bewegt, also auch das berechnete panorama noch RAW ist. ich habe es erheblich aufgehellt und ein wenig das weiß abgesenkt.