köln süd | 50 m hoch, rundum

rundum panorama köln südstadt

das panorama ist aus 50 metern höhe aufgenommen und hat einen kleinen näh-fehler (stitching problem), der aber nicht tragisch ist. wir sehen den dom, den deutschlandfunk, die severinsbrücke, die nord-südfahrt, die severinstraße, den waidmarkt. etwas näher das friedrich-wilhelm-gymnasium, das hotel mercure und die baustelle des eingestürzten stadtarchivs. diese baugrube wird in einem jahr völlig anders aussehen. let me keep you posted. ich rate zum betrachten auf vollbildmodus zu gehen.

unten dasselbe panorama, diesmal in der → little planet-projektion. weil ich immer wieder gefragt werde, warum man ein panorama nicht „ordentlich“ auf papier bringen kann, erinnere ich an den weltatlas. der verzerrt so ungemein, eben weil es immer verzerrt, wenn man etwas dreidimensionales auf papier oder bildschirm bringt.

little planet version des obigen panoramas

dimension planning for mavic | drone

how many meters wide is this scenery? 100? 500?

i’ve struggled with taking vertical panoramas. a vertical panorma means flying the drone at an exact altitude across a certain area, stopping at regular intervals in order to take photos by looking straight down, and finally stitching them all together. with some drone apps such as litchi you can create exact flight patterns using waypoints, and you can tell the drone what to do at certain waypoints, such as taking a vertical photograph before flying to the next programmed spot. i did that the other day and found that the distances i had planned were to long, so that the panorama software ran into stitching problems.

so i looked into distances: what diemension long and wide can the DJI mavic pro lens cover from an altitude of exactly 100 meters? i could have looked up the focal length of the drone’s camera and started the calculation from there, but instead i chose a section of a lake i had photographed recently. i opened google maps in satellite view and checked the dimensions of the water: 50 meters.

google maps says: this is 50 meters.

i compared the dimensions my mavic shot and came to the conclusion that the lens covers about 160 x 80 meters on the ground if it flies 100 meters high. the phantom pro lens has a slighter wider angle and covers a bit more. in order to stay safe for taking vertical panoramas you should stop at every 100 meters in one axis and at 50 meters in the other dimension.

safe dimensions for vertical shots (alt: 100 m)

i give you a few prominent examples: the brooklyn bridge is about 600 m long, from coast to coast. for a panorama you need to take 6 photos to cover the whole bridge.

brooklyn bridge is 600 meters long.

can we cover the leaning tower of pisa in one shot? with ease! the → st. peter’s square in rome? no way! we need at least 6 photos to create a satellite-like hi res map of it.

side topic: when i took some photos for stitching (see → here) i thought about the legal situation in different countries. in most western states it’s prohibited to fly over private property such as a garden or a factory. in practical reality nothing new can be spied out with drones flying at 100 or so meters altitude. nothing „new“, because satellelites do that all the time, and services like google maps or google earth provide those insights (oversights) for free, and free of legal punishment. the tricky thing is when amateur drone pilots fly low across private property, invoking irritation, rage and lots of negative feelings against ALL drone pilots.

riesengroßer little | planet

little planet panorama. foto: ms/dpa

wenn man viele bilder zu einem gesamtwerk vernäht, wie bei einem panorama üblich, entstehen große dateien. in diesem fall zwang das in microsoft ICE zusammengesetzte bild meinen rechner in die knie. das stitching (vernähen) selbst ging noch einigermaßen flott vonstatten, aber der import in photoshop dauerte ewig, lightroom lehnte das panorama von haus aus ab, weil zu groß.

ich sah also nach und fand die verblüffende bildauflösung mit übe 50.000 pixeln breite. das bild belegte in photoshop 5 GB arbeitsspeicher, und weil mein rechner zuhause „nur“ 4 GB hat, scharrte sich das programm mühsam speicher auf der festplatte zusammen. jeder bearbeitungsschritt dauerte gefühlt 5 minuten.

anyway. hier oben ist es, gezähmt. → little planet, aufgenommen gestern. und unten ein detail aus dem → nadir (bildzentrum), um die auflösung besser beurteilen zu können.

little planet übrigens: da gibt es immer den tipp, ein paar schön hohe objekte zu haben und nur minimal über den horizont zu gucken. das habe ich hier versucht, indem ich die drohne niedrig fliegen ließ, etwa 3 meter, und nah an den zwillingsbäumen.

detail aus dem nadir des obigen panoramas

 

little planet step by | step

the sequence below shows you how to create a little planet projection from a 360° series of photographs using microsoft’s ICE. 1) shows the stiching process finished and displays a spherical projection. 2) instead of spherical, stereographic is being applied. 3)-5) shows adjustment of the projection coordinates, until in 6) both right and left ends meet, and we reach a circle. the picture 7) is post production: adjustment of colour and rotation.
dies ist ein rezeptbuch zur erstellung von little planet-panoramen mit microsoft’s ICE. das panorama besteht aus 34 einzelaufnahmen und wird von ICE zunächst als sphärische projektion dargestellt (1). wählen wir die stereografische projektion, sieht es schon anders aus (2). die bilder 3–5 zeigen das verändern der koordinaten vertikal mit der maus, bis sich das rechte und linke ende des bilds treffen und einen kreis bilden. in 6) ist das little planet-panorama fertig. bild 7) zeigt noch nachbearbeitungen in einer bildbearbeitungs-app mit leichter farbanpassung und drehung.

little planet how-to. → wiki commons

lightroom panoramen | pur

panorama aus ca. 6 einzelbildern. foto: ms/dpa

so soll ein panorama aussehen. es hat seine weitwinkligen verzerrungen, wie wir menschen mit unserem mäßigen weitwinkel-auge sie nicht kennen, und sagt damit: „ich bin ein panorama!“ das foto weist – und das ist die stärke von stichting (also zusammennäh-) algorithmen – keine harten übergänge auf; die einzelbilder werden beim zusammenfügen also nicht nur von der geometrie her, sondern auch vom farb- und kontrastwert nahtlos angepasst.

trotzdem funktioniert das nicht immer vollautomatisch so gut, und im bild unten ging quasi alles schief. ich gab → lightroom ca. 20 aufnahmen als futter und ließ die app eine minute lang nachdenken. als sie mir in der vorschau dann das zeigte, klickte ich auf okay, und dann dauerte es für dieses im original knapp 20.000 pixel breite bild, etwa eine viertelstunde, bis es fertig war. was hier genau passiert ist, weiß ich nicht. der helle bereich in der bildmitte könnte mit zwei, drei ausgangsbildern zu tun gehabt zu haben, die gegen die sonne aufgenommen wurden.

schiefgegangenes panorama, aber cool! foto: ms/dpa

panorama in adobe | lightroom

panorama köln nord-ost-süd. foto: ms/dpa

panoramen aus mehreren einzelbildern zusammensetzen konnte software schon lange. vor ca. 15 jahren klappte das mit der geometriezusammensetzung schon ganz gut, aber der knackpunkt war, den einzelbildern eine farb- und belichtungscharakteristik zu geben, dass die übergänge nicht mehr sichtbar waren. im beispiel hier oben, aufgenommen heute nachmittag aus 60 metern höhe mit meiner drohne, waren im original die fotos im rechten bereich (also nach süden) viel dunkler als die richtung dom (norden).

ich habe hier erstmals die automatische zusammensetzung der fünf einzelaufnahmen zu einem panorama von adobe photoshop lightroom CC erledigen lassen, und das ergebnis, was nach ca. 3 sekunden so dastand, lässt sich sehen. 11.000 pixel breit. durch rechten mausklick auf das bild oben lässt sich eine verkleinerte, aber immerhin 2000 pixel breite version lokal speichern.

entscheidend dafür, dass die belichtungs- und farbübergänge so perfekt sind, ist das originalformat der aufnahmen: die drohnenkamera nimmt nämlich auf wunsch RAW auf, also nicht nur jpeg. im RAW-format sind zahlreiche informationen enthalten, die man nicht direkt sieht, während in jpeg alles festgelegt ist. eine stärke von lightroom ist, dass sich das programm immer im RAW-bereich bewegt, also auch das berechnete panorama noch RAW ist. ich habe es erheblich aufgehellt und ein wenig das weiß abgesenkt.