windy drone | evening

it was my first flight of my mavic pro drone under very windy conditions. although i could film/photograph very stable footage as always, i learned a lesson.

das war mein erster drohnenflug bei starkem wind. obwohl die kamera wie immer extrem stabile bilder ablieferte, lernte ich einiges dazu.

speedy flight with lots of wind. photo: ms

the lesson i learned was that the image we see on the smartphone attached to the controller tells me only part of the true situation. watching the drone in the air i could see it struggle with the gusty wind. it was dancing like mad, and i could easily imagine that the mavic would tilt by 80 or 90 degrees and fall to the ground. because of that fear i flew it close to the grass – where the wind was still pretty wild. the drone was changing its altitude rapidly and randomly by plus/minus half a meter. you can see a nice → motion blur at the buttom of the screenshot above. the speed was around 30 km/h.

even more impact on me was watching the mavic fight against the wind at higher altitudes. there are several videos out there on youtube where we see drones flying easily out to the ocean – and never making it back. the „intelligent“ battery invokes the return to home (RTH) procedure without knowing the wind direction. in my case last night i had enough battery power, plus i was not flying further away than to the woods in the background. but i could see how the aircraft sped up to the trees and how slowly it came back. there were moments when the wind actually carried the drone towards the woods, although my joystick demanded to come back.

since that experience i’m much more aware of the drone’s power. in calm air it seems to fly fast and easy. with some wind it can easily become a victim to the wind. the new DJI drone „spark“ is half of the mavic’s weight. yesterday i thought, a 4 kilo drone would fight the wind with ease.

die lektion, die ich gelernt habe, war, nicht dem schönen, stabilen bild auf dem in den controller eingespannten smartphone zu vertrauen, sondern die drohne immer wieder genau anzusehen, wie sie gegen die turbulenzen in der luft kämpft. die sonst so schnell und problemlos fliegende mavic war ein spielball des winds. ich konnte mir lebhaft vorstellen, wenn sie sich, statt um 40 oder 50 grad zu neigen, 80 oder 90 grad kippt, fällt sie mir einfach aus der luft. deswegen flog ich sie gestern abend relativ niedrig, aber nicht zu niedrig, denn selbst da sah ich ihre höhe durchaus um plusminus einen meter schwanken, obwohl ich nichts dazu beitrug. im foto oben ist eine nette → bewegungsunschärfe zu sehen (unterer bereich). hier ließ ich das gerät mit ca. 30 km/h von mir wegfliegen.

was ich durch das beobachten der drohne auch gelernt habe, war, dass sie durchaus schnell von einem wegfliegt, dann aber schwierigkeiten hat, zurückzukehren. der automatische rückkehrmodus (RTH) berücksichtigt nicht den (gegen)wind, und es gibt auf youtube einige dramatische videos, wo die drohne locker aufs meer hinausfliegt, dann aber nie zurückkehrt. ich flog gestern nicht weiter als bis zum waldrand im hintergrund des fotos. aber auch da merkte ich, dass die mavic durchaus 10 mal so lang braucht, gegen den wind zu fliegen, als mit dem wind. manchmal trug sie der wind weg von mir, obwohl ich sie zu mir fliegen lassen wollte. sie ist nunmal 0,7 kilo leicht. die neue „spark“ von DJI ist halb so leicht, da kann man sich vorstellen, was an meeresklippen passieren kann. plötzlich macht eine viel schwerere drohne sinn. sie kommt gegen den wind an.

whatsapp und | ich

so sehr ich IT, vernetzung etc. mag, ich komme mir oft wie aus der welt gefallen vor, wenn mich leute nach whatsApp fragen. die halbe welt ist bei whatsApp angemeldet, warum nicht auch ich? deswegen:

 

whatsApp liest unsere kontakte aus.

whatsApp schaut sich, oft ungefragt, das komplette adressbuch auf dem smartphone an, um die telefonnummern abzugleichen. es gibt keine möglichkeit, der app nur bestimmte telefonnummern preiszugeben, sie will alle haben. wenn man dem bei der installation nicht zustimmt, wird die app erst gar nicht installiert.

whatsApp begründet das damit, dass es wie SMS funktioniert, aber eben fortschrittlicher. den fortschritt sehe ich natürlich (bilden von gruppen, senden von audionachrichten in guter qualität etc.) aber wenn ich schon meinem telefonanbieter teile des adressbuchs öffne, heißt das nicht, dass ich das auch facebook gegenüber tun muss, und facebook hat whatsApp ja gekauft. dass das, wie in dem screenshot oben, über eine verschlüsselte verbindung geschieht, muss ich dem a) per se nicht trauen und b) eine verschlüsselte verbindung von mir zu facebook, um dann dort entschlüsselt zu werden, kann ich eh in der pfeife rauchen. dann ist es vielleicht etwas schwerer für die NSA abzuhören, aber was von mir erst einmal auf einem x-beliebigen server landet, bleibt da und nie rückholbar.

also, wenn mich jemand bittet, whatsApp zu installieren, dann gebe ich gern dieses beispiel als grund, dass ich’s so nicht mache: schon öfter gab mir jemand seine vertraulichen, sehr privaten kontaktdaten und bat mich, diese auch vertraulich zu behandeln, also unter keinen umständen weiterzugeben. das muss nicht paul mccartney sein, sondern das kann jemand sein, der/die für enge freunde eine eigene kontaktmöglichkeit, quasi telefonnummer oder email nur für engste freunde und verwandte, eingerichtet hat. sobald ich whatsApp installiere, wandert auch dieses adressfeld mit telefonnummer rüber zu whatsApp und facebook. das ist dem freund gegenüber hochgradig unfair, im grunde eine vertrauensbruch. und deswegen bin ich nicht bei whatsApp. und deswegen ist es abgründig unfair, wenn jemand einem anderen, dessen vertrauen und sehr privaten adressedaten er hat, zu sagen: ist mir doch egal, wenn whatsApp meine daten ausliest! denn es liest auch die des anderen aus, der dem absolut nicht zugestimmt hat.

verkehrsflussanalyse per | drohne

timelapse drohnenvideo von heute nachmittag, 2x beschleunigt

an diesem um den faktor 2 beschleunigten video sind neben seinem meditativen charakter (flow, haha) einige verkehrstechnische details interessant. irgendwie gefällt mir der UPS-wagen, der wahrscheinlich sonst niemandem auffällt. wichtiger: der silbergraue PKW, der rechts unten im bild versucht, auf die brücke aufzufahren. er muss zwei (!) minuten (im zeitraffer dieses videos also nach minute 1) warten, bis er eine lücke findet, ohne andere zu gefährden. das ist von der verkehrsplanung her ein großer defekt.

praktisch gleichzeitig beginnt sich in der bildmitte auf der rechten spur ein stau zu etablieren, der bei 1:20 eskaliert, weil gleich mehrere fahrzeuge in sowieso schon enge lücken von rechts auf die brücke auffahren wollen. zwei autos fädeln sich messerscharf ein, die fahrer auf der spur müssen bremsen, die ganze spur wird damit schlagartig sehr langsam, manche fahrer weichen auf die linke spur aus, wodurch auch diese anfängt, zu stauen, gegen 1:30 zieht sich der stau bis zur brückenauffahrt unten rechts, erst bei 1:40 (also über eine minute nach beginn) löst sich die irritation auf. man kann sich leicht vorstellen, wie hier auffahrunfälle entstehen. die lösung wäre ein geschwindigkeitstrichter, wie er in neuralgischen autobahnbereichen üblich ist: das system müsste erkennen, wie dicht der verkehr ist und ihn entsprechend geschwindigkeitsmäßig drosseln. bei geringerer geschwindigkeit sind nicht unbedingt die lücken, wo man jemanden von rechts einfahren lässt, größer, aber die gefahr, dass es zu harten bremsmanövern kommt, verschwindet. als kleine pointe fährt am schluss die straßenbahn, die in köln schmeichelhaft „u-bahn“ genannt wird, offiziell aber stadtbahn heißt, die brücke hoch.

noch eins, 4x schneller als in wirklichkeit

dieses kurz zuvor entstandene video ist weniger ergiebig. ich mag die frau, die ihr kind und die tasche in den wagen lädt, bevor sie selbst einsteigt. und ich zähle bei den mehreren hundert autos nur 10 rote. der deutsche fährt ganz gern schwarz und grau, notfalls auch weiß, aber alles, was im farbspektrum daneben liegt, hat seltenheitswert. es gibt, obwohl sich um die uhrzeit bereits die rush hour anbahnt und deutlich mehr verkehr aus der stadt heraus, also nach links fährt, eine stelle, wo auf der fahrbahn oben kein einziges auto zu sehen ist. achso: ein motorrad habe ich gesehen, grau auf grau.

drohnen und starre | behörden

high dynamic range-bilder (HDR) werden in der regel unmittelbar hintereinander aufgenommen, innerhalb von weniger als einer sekunde. das muss aber nicht sein. das foto unten entstand in lightroom aus zwei einzelaufnahmen aus der drohne, zwischen denen gefühlte 5 minuten lagen, also nicht den identischen blickwinkel aufwiesen. trotzdem rechnet die app daraus ein sehr kontrastreiches HDR-bild, wo auch in den dunklen und hellen bereichen noch zeichnung vorhanden ist.

zum rechtlichen: unter der brücke führt eine bundeswasserstraße hindurch, und von der muss man seit der drohnenverordnung vom april 2017 100 meter mindestabstand halten – es sei denn, es liegt eine sondererlaubnis vor. diese habe ich beim dafür zuständigen

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund

beantragt. sie wurde nicht nur abgelehnt, sondern mir wurde mitgeteilt, wenn ich den antrag weiter verfolge, sei das amt…

„… gezwungen einen kostenpflichtigen Ablehnungsbescheid zu erlassen.“

dabei hebt sich diese brücke nur selten und zu mehr oder weniger festen tageszeiten. im winter einmal täglich, wenn ich das richtig gelesen habe. der ablehnungsgrund war die sicherheit für den schiffsverkehr.

weil es inzwischen mein drittes, bei verschiedenen ämtern eingereichtes und stets abgelehntes ersuchen war, muss ich mal beim bundesministerium für verkehr nachfragen, wie es in der → drohnenverordnung zu verstehen ist, dass diese „zukunftstechnologie“ zu fördern sei. bei kleinen flughäfen war die lage anders: wenn ich in deren bereich fliegen wollte, freuten sie sich über den anruf, wir sprachen die details (zeit, ort, höhe) ab, und alles war okay.

warum wollte ich in diesem fall überhaupt direkt über die brücke fliegen? weil die orthogonale aufnahme eine weitere qualität bietet: sie schließt die einordung in die weitere umgebung aus und zeigt strenger die baulich-architektonischen details.

die → meiningenbrücke bei zingst. foto: ms/dpa

lightroom panoramen | pur

panorama aus ca. 6 einzelbildern. foto: ms/dpa

so soll ein panorama aussehen. es hat seine weitwinkligen verzerrungen, wie wir menschen mit unserem mäßigen weitwinkel-auge sie nicht kennen, und sagt damit: „ich bin ein panorama!“ das foto weist – und das ist die stärke von stichting (also zusammennäh-) algorithmen – keine harten übergänge auf; die einzelbilder werden beim zusammenfügen also nicht nur von der geometrie her, sondern auch vom farb- und kontrastwert nahtlos angepasst.

trotzdem funktioniert das nicht immer vollautomatisch so gut, und im bild unten ging quasi alles schief. ich gab → lightroom ca. 20 aufnahmen als futter und ließ die app eine minute lang nachdenken. als sie mir in der vorschau dann das zeigte, klickte ich auf okay, und dann dauerte es für dieses im original knapp 20.000 pixel breite bild, etwa eine viertelstunde, bis es fertig war. was hier genau passiert ist, weiß ich nicht. der helle bereich in der bildmitte könnte mit zwei, drei ausgangsbildern zu tun gehabt zu haben, die gegen die sonne aufgenommen wurden.

schiefgegangenes panorama, aber cool! foto: ms/dpa

panorama ohne | korrektur

unkorrigiertes panorama. deutschlandfunk von süden. foto: ms/dpa

dieses foto habe ich aus vier drohnenfotos zusammengesetzt, und zwar ohne weiteres zutun in adobe photoshop lightroom. lightroom geht mit panoramen ausgesprochen elegant um. ich gab der app gestern von einem ganz anderen drohnenflug etwa 20 einzelaufnahmen und bekam in etwa einer minute ein durchaus ansprechendes gesamtbild. es dauert dann einige zeit, bis große panoramen (15.000 pixel breite sind keine seltenheit) tatsächlich gerendert sind.

das foto vom deutschlandfunk (dem linken, dunklen turm) und den türmen der ehemaligen deutschen welle wirkt perspektivisch stark verzerrt, was mir eigentlich ganz gut gefällt. es unterstreicht das baukastengefühl, das sich bei drohnenaufnahmen oft einstellt.

ruhig lag der see | da

„Tief unten lag der See, ruhig, dunkelblau, fast ringsum von grünen, sonnbeschienenen Wäldern umgeben; nur an einer Stelle traten sie auseinander und gewährten eine tiefe Fernsicht, bis auch diese durch blaue Berge geschlossen wurde.“

(Theodor Storm, Immensee)

wobei die drohne nicht scharf stellte. foto: ms/dpa

photoshop-prozedur: das dunkle im unteren bildbereich ausgewählt, weiche auswahlkante, neue ebene, diese ebene mit gradationskurven fast schwarz gemacht. den see in einer weiteren ebene isoliert. auf den rest einen gauss-weichzeichner gelegt.

die vorgänge waren notwendig, weil ein reines abdunkeln der tiefen komische artefakten produziert und auch den see und himmel in mitleidengeschaft gezogen hätte. den see nahm ich vom blur aus, weil er eh schön unscharf war. der himmel dagegen rauschte wegen der großen ISO-zahl beträchtlich und brauchte einen portion unschärfe.

mal von oben | gucken

es gibt themen, die von oben langweiliger aussehen als man so annehmen würde. andere, wie der abgemähte acker, sind klassiker und kommen gut. die kirche (st. laurentius in rheinsberg) war eine überraschung, vor allem bei dem wetter und diesem leicht schrägen betrachterwinkel.

frisch gemäht. aus 40 metern höhe. foto: ms/dpa

wie aus pappe. st. laurentius. foto: ms/dpa

hierzu ein englischer text, wie ich ihn im drohnenforum auf facebook veröffentlicht habe:

here’s the shot of a 14th century (now) lutheran church in north-east germany. we were sitting in a café and watched the empty square for half an hour or so. then i decided to get the mavic out and launch it in order to see the church from above. nobody around seemed intimidated (data privacy is high on the agenda here in central europe), some folks watched the 2 minute procedure with curiosity.

for me it’s always interesting to find out how objects look from certain hights and under certain lighting conditions. 60 meters in this case of a nice afternoon light worked just fine.

i often just raise the mavic to a certain hight rotate it and tilt the camera, but without actually moving the drone horizontally in mid air. this makes the return easy. with a good GPS signal the drone lands right where it took off. i never encountered variations of starting/landing spots of more than half a meter.

i use the high res photo in the drone (RAW) for pictureAlliance and the lower res in the smartphone for → wiki commons.

vorsicht, links passiert | was

dank der zeitlupe (120 fps bei 720er auflösung in meinem in die jahre gekommenen android smartphone) zufällig festgehalten. mir fällt die „über“alterung an dieser straßenecke auf. vorher wimmelte es von genervten müttern, die in die boutique gegen wollten, während die kids mit sandspielzeug ausgerüstet ostsee im sinn hatten.

 

in slomo fällt was um. video: ms

trimedialität gibt’s nicht | kostenlos

trimedialer beitrag auf nyt.com

in allen möglichen sendern und zeitungsredaktionen verbreitet sich das wort „trimedialität“. das ist mehr als ein buzzword, es bedeutet nämlich, dass man print/ton, foto/film, internet nicht unbedingt trennen kann. in den rundfunkredaktionen, die ich so kenne, bekommt deswegen seit jahren die online-redaktion immer mehr gewicht, und für typische radiojournalisten werden tarife ausgehandelt, damit sie ihre fotos vom interview- oder reportageort auch ordentlich honoriert bekommen.

im bild oben ist ein artikel in der heutigen new york times zu sehen, in dem sich patrick kingsley mit erdogans türkei beschäftigt. der klick → darauf startet eine diashow mit schlagzeilenartig eingesetzten texten des autors, seiner stimme und einigen kurzen filmclips. kein herausstechendes beispiel von trimedialität, sondern typisch trimedialer alltag. der autor musste dafür filmen, sprechen und texte schreiben können, die internetgerecht sind. hoffentlich wird er ordentlich honoriert, falls er nicht eh fest angestellt ist.

auch den festangestellten wird durch die trimedialität immer mehr arbeit aufgehalst. das führt einerseits dazu, dass sie ihre kernkompetenzen erweitern müssen, was ja nicht schlecht ist, aber andererseits zu weiterer arbeitsverdichtung und demotivation.

wenn mich ein öffentlich-rechtlicher sender bitten würde, für meine nächste größere sendung eine trimediale strecke wie die von patrick kinsley anzulegen, würde ich sagen: gern. und das kostet ein trimediales honorar, nämlich das dreifache des normalen honorars.

so ist es aber nun leider nicht. deswegen nur gut, dass die gewerkschaft hier druck macht und dass sich manche autoren und redakteure wehren: trimedialität gibt’s nicht für lau.

living with the magic of the | mavic

… oder: vom zusammenleben mit der kleinsten semiprofessionellen drohne, der mavic pro von DJI. in englisch und deutsch. eine erfahrungssammlung.

tripodindoors

the mavic pro is an amazing photo/video drone with some flaws and several things to think about when getting used to it. here is a growing list of my experiences which you don’t find in the manual. most considerations apply to all photo drones.

firstly, keep in mind that a photo drone is two things in one: a camera and a flying machine. if you have never flown a drone before you will see that both things are merely compromises until you progress. in order to become a drone pilot you need lots of practice. a drone flies differently from a boeing aircraft or a fighter plane in a computer game. a key thing is to know where the front of the drone is, because all your joystick movements rely on the orientation of the mavic. example: if the drone is 20 meters away from a tree and you try to fly it more into the open, you can easily navigate it into the tree – where it crashes and falls to the ground.

if you invoke the wrong motion, think of the pause button on the controller. it makes the mavic halt and stay where it is. then take your time to find the front of the aircraft, rotate it smoothly, check what the camera tells you about north and south, rotate the drone so that its rear points to the tree and then slowly move the right joystick forward.

the mavic is a fast drone. it accelerates astonishingly fast and thus may land easily, within seconds, in a tree or at the wall of a house.

there is a mode which is called „tripod„. very good for first exercise. it makes the mavic very slow. don’t enter s-mode using the slider on the right. s = sports mode makes the aircraft very sporty. an option for smooth videos is the cinematic mode which is not good for beginners either because it slows down not only fast joystick movements but also braking. and there is a dangerous mode called „tap fly„: you select an object on the smartphone screen, and the mavic shoots off in that direction. i tried that today again. i showed the drone camera my humble self, and it accelerated towards me, over me and off it went. behind me were trees! pause button as the last rescue.

if you think you’re drone is getting into problems, press the pause button and then check things above. if there’s nothing above the mavic, fly it to a higher altitude in order to get a better overview of things.

the mavic has optical sensors to the front and to the buttom. they work within a range of over 10 meters. however, complex, „airy“ objects like trees might not be detected properly, and if the drone is flying fast it might not be able to stop anyway. the sports mode deactivates the front sensors.

small, super fast ready for take-off

fly the mavic close to you, let it circle around you. there are tracking and spotlight modes which help you with such complex movements. when you try out your own manual circle path, be not too close to the ground and check if there is enough space around you in case you apply the „wrong“ joystick pressure.

a strange thing about drones is that they can fly far away from us. in airplanes and cars we normally sit inside the moving object. the mavic is all alone on her (its?) trip. because of that distance we don’t see how close the drone is from a house or a car or a high tree or a power line. we have to rely on the camera. so learn to rotate the mavic and its gimble (which carries the camera).

if you record video or stills, they are stored in a decent resolution on your smartphone – with the sound you hear on the ground, the drone’s propellers, the conversation with your friend. the drone itself stores a high res version of the same material on its built in SD-card.

don’t fly the mavic inside buildings – until DJI finds a solution to this. there’s a flaw which can easily cause crashes: the drone is in ATTI mode which means it listens to you, you control its position, it does not know where it is. if then, all of a sudden, a GPS signal comes in through a window, the mavic autonomously switches to GPS-mode and tries to, autonomously, „correct“ its position. in that case it almost certainly flies against a wall and you can’t stop it! from what i heard, other DJI drones have a button on the controller to explicitly disable GPS.

and be careful flying it at night. under some countries‘ law it’s prohibited anyway. but if you do fly at night, be aware of the optical sensors not seeing much. this becomes problematic when the mavic needs precision maneouvres, for example for landing. even with excellent GPS signals it tends to hover unstably, drift off into all directions, and when you finally attempt to land it, it won’t detect the ground; so you might have to apply extra care settling it smoothly in the grass.

similar irritations appear when the mavic is close to a smooth water surface. i flew it over a lake in bright light, and when lowering the altitude and getting 5 or so metres above the lake’s surface, the thing did irritating motions like slowly descending further (which i did not invoke).

die mavic pro ist eine erstaunliche drohne zum filmen und fotografieren. sie hat einige probleme, vor allem aber möchte ich hier in einer wachsenden liste auf dinge hinweisen, die mir in den ersten wochen mit dem gerät auffielen, und die nicht in der bedienungsanleitung stehen.

zunächst mal ist es gut zu wissen, dass wir als autofahrer wissen müssen, wie wir ein auto fahren, aber nichts weiter. beim fliegen lassen einer fotodrohne ist man zweierlei: pilot und fotograf. wer nie zuvor eine drohne geflogen hat, wird merken, dass man nicht beides gleich gut sein kann. und aus gründen der sicherheit sollte man sich anfangs auf die navigation konzentrieren. das filmen kommt später.

drohnen fliegen anders als normale flugzeuge, auch anders als die kampfjets in computerspielen. sie stehen wahnsinnig stabil an einem punkt in der luft, und wenn man sie nach vorn bewegen will, muss man wissen, wo vorn ist – bei einer drohne nicht trivial. die roten lichter der mavic sind vorn, das grüne hinten. davon sieht man aber bereits auf eine entfernung von 20 metern praktisch nichts mehr. wenn man in der nähe eines baums oder hauses ist, kann eine falsche joystickbewegung katastrophal sein. wenn die drohne 5 meter entfernt von der hausmauer in der luft steht, mit dem hinterteil zur hauswand, und man meint, man möchte sie „zurück“-holen und zieht den rechten joystick beherzt zu sich, fliegt man die mavic direkt in die wand rein. also: erst in ruhe checken, wo vorn ist.

Im falle von unsicherheiten ist der pause-knopf auf dem controller gold wert. vielleicht muss man zur orientierung auch mal nach oben fliegen – aber vorher gucken, ob alles frei ist. es könnte ja ein dachgiebel vorstehen. die mavic ist sehr schnell, und in der grundstellung, so wie sie ausgeliefert wird, fliegt sie auch sehr ruppig. sobald wir nicht mehr beschleunigen, bleibt sie fast ruckartig in der luft stehen usw.

es gibt den „tripod“-modus, wobei tripod für stativ steht. in dieser stellung wird die mavic sehr langsam und träge. ideal für erste experimente. das gegenteil ist der sport-modus, den man über den rechten schieberegler (oft aus versehen) aktiviert. vorsicht! auch der „cinematic“-modus wirkt sich auf die flugeigenschaften aus, indem die mavic nämlich schnell fliegt, sich sanft dreht usw. das problem für anfängerübungen mit diesem modus ist, dass er auch langsam abbremst.

die mavic hat optische sensoren vorn und unten. sie erkennen objekte in bis zu 15 metern abstand, aber nicht unbedingt so luftige strukturen wie die blätter von bäumen. im sport-modus sind zudem die front-sensoren deaktiviert.

ein gefährlicher modus, den ich auch jetzt noch vermeide, ist „tap fly“, auch „target“-mode genannt. dabei tippt man am smartphone-bildschirm ein objekt im sichtbeteich der kamera an, und ab geht die drohne. ich habe die drohne heute mal 100 meter entfernt, 20 meter hoch auf mich blicken lassen, auf tap fly getippt und dann auf mich, und die mavic flog sehr schnell in meine richtung und über mich hinweg – richtung bäume. diesen modus kann man, wie alle, abbrechen, aber bei der aufregung muss man erstmal den richtigen menüeintrag dafür finden.

ich würde die mavic anfangs immer schön nah bei mir selbst halten und dann zum beispiel probieren, wie ich sie manuell, also nur mit den joysticks, um mich herum kreisen lasse. mit den tracking- und spotlight-modi geht das mehr oder weniger automatisch, aber es ist klug, ohne diese tools kreise, schleifen, bögen zu fliegen, dann gemischt mit hoch-runter-bewegungen.

ein seltsames ding mit drohnen ist, dass sie weit weg fliegen können. in flugzeugen und autos sitzen wir immer drin, die mavic geht mit ihren 1000 € allein auf die reise, und oft wissen wir nicht, wo sie genau ist, insbesondere wissen wir nicht, wie nah die drohne an einer wand oder an einem baum ist, und aus 200 metern distanz können wir auch die höhe nur schlecht einschätzen. also immer kamera checken, und um den überblick zu gewinnen, pause-taste drücken und, falls möglich ordentlich nach oben gehen.

man kann natürlich auch als anfänger schon filmen und fotografieren. die filme werden lokal auf dem smartphone in akzeptabler auflösung gespeichert (mit dem ton unten, also wie wir mit unseren freunden reden und wie die ankommende drohne summt). die höhere auflösung aber speichert die drohne selbst auf der eingebauten SD-karte.

ich würde die mavic vorerst nicht in innenräumen fliegen lassen, weil ich schon zwei gecrasht habe. das problem scheint zu sein, dass die drohne im ATTI-modus sich allein auf unsere steuerung verlässt, weil sie ja kein GPS-signal emfängt, und das ist auch gut so. falls dann aber der ein oder andere satellit zufällig zum fenster reinfunkt, schaltet die mavic automatisch auf GPS-modus um, sucht sich eine neue position und schießt davon, gegen die wand. sie reagiert dabei nicht mehr auf unseren controller. andere drohnen von DJI haben, soweit ich das richtig verstanden habe, einen eigenen knopf am controller, um GPS explizit auszuschalten.

auch das fliege nachts (in deutschland verboten) ist problematisch, weil die optischen sensoren nicht mehr viel sehen und das präzise agieren in engeren zusammenhängen (etwa nahe an mauern oder beim landen) von unerwünschten eigenbewegungen begleitet werden. auch sehen die bodensensoren das gras nicht, auf dem wir landen wollen, sodass wir die drohne manuell und sehr vorsichtig aufsetzen müssen.

ähnliches abdriften passiert über wasser. ich flog die mavic bei sonnenschein über einen see, ließ sie beim zurückkommen auf etwa 5 oder 4 meter über dem wasser absinken – worauf sie sich nicht mehr präzise steuern ließ und insbesondere in der höhe schwankte! die bodensensoren sahen offenbar in der glänzenden oder schwarzen oberfläche keine strukturen mehr. es war mir zu riskant, die drohne nah an der wasseroberfläche zu mir zurückfliegen, also stieg ich auf 15 meter hoch, wodurch die präzision wieder hergestellt war, und landete dann am strand, von oben, statt von vorn.

zur im april 2017 in kraft getretenen drohnenverordnung der bundesrepublik siehe → diesen eintrag.

three challenges for a start

 

above you see three scenarios you might want to try when you take your mavic out for a first spin. (A) is the beginner challenge: in the app you find an icon which lets the mavic take off. don’t be shy pressing that icon because it won’t make the drone take off immediately. it presents you a slider which you have to move from left to right and tells you that the mavic will take off now and hover 1.2 meters above the ground. it won’t do anything else. once it’s hovered for a while, move the left joystick towards you (back = down), keep it in that position, and after a second of thought the drone will land just where it took off.

scenario (B) starts the same way. however, when the drone hovers at 1.2 meters above ground, push the left joystick forward (forward = up) smoothly: the aircraft will rise and rise until you let loose of the stick. i suggest 20 meters, which is quite high. when the drone is up there, rotate it using the left joystick: left turns the mavic counterclockwise, right turns it clockwise. look up and check if you see what’s the front and what’s the back. then try the camera: you can tilt the camera down using the wheel next to your left middle finger. take a photo by pressing the button on the controller’s back right. button back left initiates the video recording, pressing it again stops the recording. once you’ve overcome the shock of your 1000 € gadget being so far away from you, use the left joystick again to let it land. it will land pretty close to where it took off. before it actually lands it will hover a second or two. keep the down-joystick pulled, and it will land alright.

scenario (C): make the mavic take off and hover at 1.2 meters. then lift it up to, say 6 meters, let loose of the left joystick, and with the right joystick only try to fly a circle around/above yourself. this is tricky, i know, don’t let the drone shoot off into an unknown direction. smooth movements. keep the circle small. and always check what’s the mavic’s front and what’s its back. hint: try to describe a circle with the right joystick. my friend and collegue christoph today did it much better than me by flying the drone forward (right stick forward) while rotating the aircraft using the left stick.

oben sind zwei harmlose anfängerübungen und eine etwas fortgeschrittenere abgebildet, die es durchaus in sich haben. (A) funktioniert so: in der app gibt es links ein icon für „take off“. das kann man gefahrlos antippen, die drohne startet dann noch nicht. wir müssen erst einen schieberegler auf dem bildschirm nach rechts bewegen und lesen den hinweis, dass die mavic dann starten und 1,2 meter über dem boden in der luft schweben wird. nicht erschrecken! in dieser lage kann man sie sich von allen seiten aus ansehen und sich wundern, wie stabil sie in der luft steht. linker joystick nach unten (unten = sinkflug), und die drohne landet. weil sie vor der landung kurz nachdenkt, bitte joystick schön gezogen halten, bis die rotoren ausgeschaltet sind.

szenario (B) war für mich ein schock, weil die drohne so weit oben war. normaler start wie zuvor, dann linken joystick sanft (!) nach vorn drücken (vorn = hoch), bis am display so 20 meter zu sehen ist. das geht schneller als man denkt. dort oben kann man dann ebenfalls mit dem linken joystick die drohne drehen: joystick links gegen und joystick rechts mit dem uhrzeigersinn. wenn man dabei nach oben sieht, kann man einen ersten eindruck davon bekommen, was bei der drohne vorn und hinten ist. auch die kamera kann man hier mal bewegen, hoch und runter mit dem drehrad am linken mittelfinger. um ein foto zu schießen, beherzt auf den knopf hinten rechts am controller drücken. für video ist der linke knopf da: nochmal drücken, um die videoaufnahme zu stoppen. eine gute übung an dieser stelle ist, sich selbst von oben anzugucken. um die drohne zu landen, linken joystick zu sich ziehen. die mavic sinkt halb so schnell wie sie gestiegen ist, und kurz vor dem boden denkt sie wie schon zuvor nach.

szenario (C) beginnt genau wie oben. wir bringen die drohne aber nicht so hoch, vielleicht auf 6 meter. jetzt kommen nur die rechten joystickbewegungen zum einsatz: wir versuchen damit, einen kreis um/über uns herum zu fliegen. vorsicht mit zu schnellen joystick-auslenkungen, weil die mavic dann gern in eine richtung wegschießt. am besten enge kreise üben. tipp: den rechten joystick sanft (und nicht in alle ecken drückend) langsam im kreis drehen. wobei mein freund und kollege christoph es heute auf anhieb einfacher hinbekam, indem er die drohne dauernd vorwärts fliegen ließ (rechter stick) und dabei drehte (linker stick).

windows 10 will | wissen

mein prima windows-rechner fragte mich heute, ob er demnächst ein größeres update installieren darf. klar, darf er das. und dank des lernens aus früheren wunden bot microsoft mir an, die datenschutzrichteinstellungen zu prüfen. vier davon waren blau, also aktiv, ich habe sie alle ausgeschaltet:

datensammlung möglichst verweigern, also die schieber nach links.

so unverschämt die vorgaben wirken mögen („In der Basiseinstellung übermitteln Sie weniger Daten an Microsoft…“), sie sind

a) ein zeichen von transparenz und

b) zeigen sie, wie andere, die diese abfragen nicht stellen, daten sammeln. verdeckt natürlich.

 

neue drohnen | verordnung

webseite bezirksregierung köln, drohnenaufnahme*

das bundesverkehrsministerium gab anfang april die → neue drohnenverordnung heraus. wichtig ist selbstverständlich die sicherheit, aber man achte auf den ersten satz:

Drohnen bieten ein großes Potenzial – privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig. Um der Zukunftstechnologie Drohne Chancen zu eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre.

die regelung enthält einige zuvor nicht existente einschränkungen und einige erleichterungen. klare verhältnisse bestehen zum beispiel jetzt für bundeswasserstraßen (wie den rhein) und autobahnen. die darf man im abstand von mindestens 100 metern befliegen, aber nicht mehr überfliegen. für drohnenpiloten ist es wichtig, diese verordnung proaktiv zu nutzen, das heißt, die von den behörden eingerichteten ansprechstellen zu nutzen.

ich tat das zunächst mitte april, indem ich an drohnen@brd.nrw.de schrieb und fragte, wie sich das denn nun so verhält, wenn ich über dem rhein einen brückenbau und über einem autobahnkreuz dessen struktur dokumentieren wolle, für die wikipedia oder die deutsche presseagentur?

die antwort von der luftfahrtbehörde der bezirksregierung düsseldorf kam zehn tage später und besagte dreierlei:

a) „in den meisten fällen“ kann das überflugverbot (also in dem fall direkt über dem rhein oder der autobahn) dadurch aufgehoben werden, indem man die dafür zuständigen behörden anspricht.

b) wenn die sich weigern, kann man auch bei der luftfahrtbehörde eine ausnahmegenehmigung beantragen. dort werde das verfahren für die abwicklung solcher anträge gerade „intern geklärt“.

c) wenn die sich nicht weigern, muss man der luftfahrtbehörde nichts weiter melden.

für drohnenpiloten wie mich war die grundhaltung der email ermunternd. ich schrieb umgehend die für die autobahnen westlich von köln zuständige dame in der bezirksregierung köln an, bekam umgehend eine automatische antwort, die anfrage werde bearbeitet, hörte dann aber zwei wochen lang nichts. auf weitere nachfrage bekam ich einen rückruf, der mir den überflug der autobahnen verbot. grund: die autobahnsituation sei angespannt genug, außerdem sei eine drohne schon mal runtergefallen und habe dabei fast ein auto getroffen. man gebe nur aufstiegsgenehmigungen für aufnahmen, die der verkehrsstatistik dienten.

ich wies die dame auf die neue drohnenverordnung hin und sagte ihr, ich kann demnach auch 100 meter neben der autobahn aufsteigen und dann von schräg oben fotografieren, hätte das nur gern angemeldet, zum beispiel bei ihr oder bei der zuständigen autobahnmeisterei. die beamtin wusste von der drohnenverordnung nichts, auch nicht von einer ansprechperson in düsseldorf, wollte sich schlau machen und mich zurückrufen. bin gespannt.

unterm strich war die grundhaltung diese: wir haben das noch nie erlaubt, also erlauben wir es auch jetzt nicht, schon gleich gar nicht für die wikipedia (wo die großen autobahnkreuze durchaus ihre eigenen artikel haben). statt: aha, Sie fragen bei uns an, danke! wir schauen mal, ob und wie das in absprache mit der lokalen polizeidienstelle möglich sein könnte.

die drohnentechnik ist weit fortgeschritten. das fliegen und gleichzeitig fotografieren ist ein komplexer doppeljob. also wird es auch in zukunft nicht von den dingern im himmel wimmeln. und wer das ernsthaft zu einem bestimmten öffentlichen zweck betreibt, sollte unterstützt werden.

eine drohne in 20 m höhe stört niemanden. foto: ms/dpa

interessanter weiterer aspekt ist dieser: in bestimmten öffentlichen räumen wie straßen, parks, baggerseen etc. herrscht – man kann es kaum glauben – ein fotografier- und filmverbot. genau betrachtet geht es dabei aber um professionelle aufnahmen, etwa model-shootings oder krimi-drehs, wo mit großem technischen aufwand gearbeitet wird und die naherholungssuchenden deutlich in ihrer ruhe und beweglichkeit eingeschränkt werden. für diese aktionen gibt es eine stelle, die entsprechende drehgenehmigungen erteilt.

ich hörte nun, dass dieselben stellen drohnenaufnahmen mancherorts verbietet, mit hinweis auf das fotografierverbot in öffentlichen naherholungsgebieten. das ist beamtenbürokratischer unsinn, und zwar vor allem aus diesem grund: wer von oben fotografiert, stört niemanden unten. moderne drohnen steigen rasant schnell auf, und schon nach ein, zwei sekunden sind sie für die spaziergänger nicht mehr zu sehen und zu hören. womit die behörde das verwechselt, sind niedrig fliegende drohnen, die ein erholungsgebiet tatsächlich aufmischen können. diese fallen aber nicht unter die drehgenehmigungspflicht, weil sie ja primär fliegen und nicht filmen.**

und schließlich: das verkehrsministerium des bundes sagt, man wolle „der Zukunftstechnologie Drohne Chancen eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich erhöhen„. um damit überhaupt anzufangen, müssen drohnenpiloten üben dürfen. ich weiß aus eigener erfahrung, dass der flug 100 meter über boden nicht trivial ist. beispiel: bei kräftigem höhenwind kommt die drohne evt. nicht mehr dagegen an und driftet ab. sie ist so winzig im himmel zu sehen, dass sie hinterm baum verschwinden kann. was dann? dazu muss man RTH (return to home)-routinen kennenlernen etc.

wer also der zukunftstechnologie chance eröffnen und die sicherheit im luftraum erhöhen will, muss den leuten sagen: ja, übt ordentlich! statt: nee, hier und hier und hier dürft ihr erstmal gar nicht fliegen!

ein spannendes thema für die nahe zukunft.

praktische erfahrung mit dem umgang einer drohne neuester generation → hier.


*bei der obigen aufnahme, gefunden → hier, nennt die bezirksregierung keine quelle. wir (fotografen) können sowas besser.

**die typische antragsregelung für drehgenehmigungen in der stadt oder in parks enthält für boden-aufnahme typische worte wie → hier (drohnen kommen dabei gar nicht vor):

  • eingesetzte Fahrzeuge und Kennzeichen
  • bei Außendreh: Schuss-/Actionszenen angeben
  • Schienenkamera, Kamerakran, Steigerwagen und sonstiges angeben
  • eventuell benötigte Haltverbotzonen inklusive Hausnummer
  • bei Vollsperrung einen geprüften Verkehrslenkungsplan einreichen

 

erstes drohnen- | panorama

mein erstes drohnenpanorama entstand heute spätnachmittags aus 100 metern höhe in einem park in köln. weil die mavic pro kein besonders weitwinkliges objektiv hat, musste ich das bild aus 10 einzelfotos zusammensetzen. 10 RAW-fotos. der auslöser dafür ist an der drohnenfernbedienung, wie der auslöser an einer kamera.

jetzt auch in der wikipedia.

klettenbergpark aus 100 m höhe