windy drone | evening

it was my first flight of my mavic pro drone under very windy conditions. although i could film/photograph very stable footage as always, i learned a lesson.

das war mein erster drohnenflug bei starkem wind. obwohl die kamera wie immer extrem stabile bilder ablieferte, lernte ich einiges dazu.

speedy flight with lots of wind. photo: ms

the lesson i learned was that the image we see on the smartphone attached to the controller tells me only part of the true situation. watching the drone in the air i could see it struggle with the gusty wind. it was dancing like mad, and i could easily imagine that the mavic would tilt by 80 or 90 degrees and fall to the ground. because of that fear i flew it close to the grass – where the wind was still pretty wild. the drone was changing its altitude rapidly and randomly by plus/minus half a meter. you can see a nice → motion blur at the buttom of the screenshot above. the speed was around 30 km/h.

even more impact on me was watching the mavic fight against the wind at higher altitudes. there are several videos out there on youtube where we see drones flying easily out to the ocean – and never making it back. the „intelligent“ battery invokes the return to home (RTH) procedure without knowing the wind direction. in my case last night i had enough battery power, plus i was not flying further away than to the woods in the background. but i could see how the aircraft sped up to the trees and how slowly it came back. there were moments when the wind actually carried the drone towards the woods, although my joystick demanded to come back.

since that experience i’m much more aware of the drone’s power. in calm air it seems to fly fast and easy. with some wind it can easily become a victim to the wind. the new DJI drone „spark“ is half of the mavic’s weight. yesterday i thought, a 4 kilo drone would fight the wind with ease.

die lektion, die ich gelernt habe, war, nicht dem schönen, stabilen bild auf dem in den controller eingespannten smartphone zu vertrauen, sondern die drohne immer wieder genau anzusehen, wie sie gegen die turbulenzen in der luft kämpft. die sonst so schnell und problemlos fliegende mavic war ein spielball des winds. ich konnte mir lebhaft vorstellen, wenn sie sich, statt um 40 oder 50 grad zu neigen, 80 oder 90 grad kippt, fällt sie mir einfach aus der luft. deswegen flog ich sie gestern abend relativ niedrig, aber nicht zu niedrig, denn selbst da sah ich ihre höhe durchaus um plusminus einen meter schwanken, obwohl ich nichts dazu beitrug. im foto oben ist eine nette → bewegungsunschärfe zu sehen (unterer bereich). hier ließ ich das gerät mit ca. 30 km/h von mir wegfliegen.

was ich durch das beobachten der drohne auch gelernt habe, war, dass sie durchaus schnell von einem wegfliegt, dann aber schwierigkeiten hat, zurückzukehren. der automatische rückkehrmodus (RTH) berücksichtigt nicht den (gegen)wind, und es gibt auf youtube einige dramatische videos, wo die drohne locker aufs meer hinausfliegt, dann aber nie zurückkehrt. ich flog gestern nicht weiter als bis zum waldrand im hintergrund des fotos. aber auch da merkte ich, dass die mavic durchaus 10 mal so lang braucht, gegen den wind zu fliegen, als mit dem wind. manchmal trug sie der wind weg von mir, obwohl ich sie zu mir fliegen lassen wollte. sie ist nunmal 0,7 kilo leicht. die neue „spark“ von DJI ist halb so leicht, da kann man sich vorstellen, was an meeresklippen passieren kann. plötzlich macht eine viel schwerere drohne sinn. sie kommt gegen den wind an.

whatsapp und | ich

so sehr ich IT, vernetzung etc. mag, ich komme mir oft wie aus der welt gefallen vor, wenn mich leute nach whatsApp fragen. die halbe welt ist bei whatsApp angemeldet, warum nicht auch ich? deswegen:

 

whatsApp liest unsere kontakte aus.

whatsApp schaut sich, oft ungefragt, das komplette adressbuch auf dem smartphone an, um die telefonnummern abzugleichen. es gibt keine möglichkeit, der app nur bestimmte telefonnummern preiszugeben, sie will alle haben. wenn man dem bei der installation nicht zustimmt, wird die app erst gar nicht installiert.

whatsApp begründet das damit, dass es wie SMS funktioniert, aber eben fortschrittlicher. den fortschritt sehe ich natürlich (bilden von gruppen, senden von audionachrichten in guter qualität etc.) aber wenn ich schon meinem telefonanbieter teile des adressbuchs öffne, heißt das nicht, dass ich das auch facebook gegenüber tun muss, und facebook hat whatsApp ja gekauft. dass das, wie in dem screenshot oben, über eine verschlüsselte verbindung geschieht, muss ich dem a) per se nicht trauen und b) eine verschlüsselte verbindung von mir zu facebook, um dann dort entschlüsselt zu werden, kann ich eh in der pfeife rauchen. dann ist es vielleicht etwas schwerer für die NSA abzuhören, aber was von mir erst einmal auf einem x-beliebigen server landet, bleibt da und nie rückholbar.

also, wenn mich jemand bittet, whatsApp zu installieren, dann gebe ich gern dieses beispiel als grund, dass ich’s so nicht mache: schon öfter gab mir jemand seine vertraulichen, sehr privaten kontaktdaten und bat mich, diese auch vertraulich zu behandeln, also unter keinen umständen weiterzugeben. das muss nicht paul mccartney sein, sondern das kann jemand sein, der/die für enge freunde eine eigene kontaktmöglichkeit, quasi telefonnummer oder email nur für engste freunde und verwandte, eingerichtet hat. sobald ich whatsApp installiere, wandert auch dieses adressfeld mit telefonnummer rüber zu whatsApp und facebook. das ist dem freund gegenüber hochgradig unfair, im grunde eine vertrauensbruch. und deswegen bin ich nicht bei whatsApp. und deswegen ist es abgründig unfair, wenn jemand einem anderen, dessen vertrauen und sehr privaten adressedaten er hat, zu sagen: ist mir doch egal, wenn whatsApp meine daten ausliest! denn es liest auch die des anderen aus, der dem absolut nicht zugestimmt hat.

custom schuh | adidas

der schuh sah nur grob so aus wie bestellt.

eigentlich wollte ich das nur ausprobieren, einen schuh online zu konfigurieren, mit individuellen farben zu versehen und sogar eine gravur anzulegen. adidas-design-mitarbeiter kommen immer wieder auf fachkongresse, sie wirken sympathisch und kompetent und weisen seit langem darauf hin, dass der trend zum individuell gestalteten konsumerprodukt hingeht.

der klassiker von der stange

der adidas-support riet mir, wegen der größe einen standardschuh dieser baureihe zu bestellen, ihn anzuprobieren, zurückzuschicken und dann den individualschuh zu bestellen. so verfuhr ich auch. der testschuh saß so gut wie ich das von meinen sneakers gewohnt war. und er kam premium-verpackt an, in der verpackung lag das foto oben. markenpflege par excellence.

problematischer schuh in schäbiger umverpackung

was dann nach zwei wochen kam, in einem etwas schäbig verklebten karton, war exakt das design, das ich mir vorgestellt hatte, allerdings fühlte sich der schuh wie plastik (statt wie leder) an, er war viel zu groß, etwa zwei nummern, obwohl die gleiche größe wie beim testschuh draufstand, und die lasergravur* war nicht lesbar. siehe foto oben: links realer schuh, rechts der aus dem online-konfigurator.

der adidas-kundendienst wies mich darauf hin, dass indivuell angefertigte schuhe vom umtausch ausgeschlossen sind. das wusste ich, hatte genau das ja mit dem kollegen vom support so besprochen und mir den testschuh kommen lassen. man bot mir aber aus kulanz an, den schuh doch zurückzuschicken, was ich jetzt tue.

nachdem der fall so unbefriedigend ausging, outete ich mich der pressestelle von adidas und bin gespannt auf deren antwort.


*am individuellsten war die #gravur: weil die in diesem fall auf 8 zeichen beschränkt war und „archivradio“ paar zeichen mehr hat, fiel mir nur mein twitter-name ein.

windows 10 will | wissen

mein prima windows-rechner fragte mich heute, ob er demnächst ein größeres update installieren darf. klar, darf er das. und dank des lernens aus früheren wunden bot microsoft mir an, die datenschutzrichteinstellungen zu prüfen. vier davon waren blau, also aktiv, ich habe sie alle ausgeschaltet:

datensammlung möglichst verweigern, also die schieber nach links.

so unverschämt die vorgaben wirken mögen („In der Basiseinstellung übermitteln Sie weniger Daten an Microsoft…“), sie sind

a) ein zeichen von transparenz und

b) zeigen sie, wie andere, die diese abfragen nicht stellen, daten sammeln. verdeckt natürlich.

 

neue drohnen | verordnung

webseite bezirksregierung köln, drohnenaufnahme*

das bundesverkehrsministerium gab anfang april die → neue drohnenverordnung heraus. wichtig ist selbstverständlich die sicherheit, aber man achte auf den ersten satz:

Drohnen bieten ein großes Potenzial – privat wie gewerblich. Immer mehr Menschen nutzen sie. Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig. Um der Zukunftstechnologie Drohne Chancen zu eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre.

die regelung enthält einige zuvor nicht existente einschränkungen und einige erleichterungen. klare verhältnisse bestehen zum beispiel jetzt für bundeswasserstraßen (wie den rhein) und autobahnen. die darf man im abstand von mindestens 100 metern befliegen, aber nicht mehr überfliegen. für drohnenpiloten ist es wichtig, diese verordnung proaktiv zu nutzen, das heißt, die von den behörden eingerichteten ansprechstellen zu nutzen.

ich tat das zunächst mitte april, indem ich an drohnen@brd.nrw.de schrieb und fragte, wie sich das denn nun so verhält, wenn ich über dem rhein einen brückenbau und über einem autobahnkreuz dessen struktur dokumentieren wolle, für die wikipedia oder die deutsche presseagentur?

die antwort von der luftfahrtbehörde der bezirksregierung düsseldorf kam zehn tage später und besagte dreierlei:

a) „in den meisten fällen“ kann das überflugverbot (also in dem fall direkt über dem rhein oder der autobahn) dadurch aufgehoben werden, indem man die dafür zuständigen behörden anspricht.

b) wenn die sich weigern, kann man auch bei der luftfahrtbehörde eine ausnahmegenehmigung beantragen. dort werde das verfahren für die abwicklung solcher anträge gerade „intern geklärt“.

c) wenn die sich nicht weigern, muss man der luftfahrtbehörde nichts weiter melden.

für drohnenpiloten wie mich war die grundhaltung der email ermunternd. ich schrieb umgehend die für die autobahnen westlich von köln zuständige dame in der bezirksregierung köln an, bekam umgehend eine automatische antwort, die anfrage werde bearbeitet, hörte dann aber zwei wochen lang nichts. auf weitere nachfrage bekam ich einen rückruf, der mir den überflug der autobahnen verbot. grund: die autobahnsituation sei angespannt genug, außerdem sei eine drohne schon mal runtergefallen und habe dabei fast ein auto getroffen. man gebe nur aufstiegsgenehmigungen für aufnahmen, die der verkehrsstatistik dienten.

ich wies die dame auf die neue drohnenverordnung hin und sagte ihr, ich kann demnach auch 100 meter neben der autobahn aufsteigen und dann von schräg oben fotografieren, hätte das nur gern angemeldet, zum beispiel bei ihr oder bei der zuständigen autobahnmeisterei. die beamtin wusste von der drohnenverordnung nichts, auch nicht von einer ansprechperson in düsseldorf, wollte sich schlau machen und mich zurückrufen. bin gespannt.

unterm strich war die grundhaltung diese: wir haben das noch nie erlaubt, also erlauben wir es auch jetzt nicht, schon gleich gar nicht für die wikipedia (wo die großen autobahnkreuze durchaus ihre eigenen artikel haben). statt: aha, Sie fragen bei uns an, danke! wir schauen mal, ob und wie das in absprache mit der lokalen polizeidienstelle möglich sein könnte.

die drohnentechnik ist weit fortgeschritten. das fliegen und gleichzeitig fotografieren ist ein komplexer doppeljob. also wird es auch in zukunft nicht von den dingern im himmel wimmeln. und wer das ernsthaft zu einem bestimmten öffentlichen zweck betreibt, sollte unterstützt werden.

eine drohne in 20 m höhe stört niemanden. foto: ms/dpa

interessanter weiterer aspekt ist dieser: in bestimmten öffentlichen räumen wie straßen, parks, baggerseen etc. herrscht – man kann es kaum glauben – ein fotografier- und filmverbot. genau betrachtet geht es dabei aber um professionelle aufnahmen, etwa model-shootings oder krimi-drehs, wo mit großem technischen aufwand gearbeitet wird und die naherholungssuchenden deutlich in ihrer ruhe und beweglichkeit eingeschränkt werden. für diese aktionen gibt es eine stelle, die entsprechende drehgenehmigungen erteilt.

ich hörte nun, dass dieselben stellen drohnenaufnahmen mancherorts verbietet, mit hinweis auf das fotografierverbot in öffentlichen naherholungsgebieten. das ist beamtenbürokratischer unsinn, und zwar vor allem aus diesem grund: wer von oben fotografiert, stört niemanden unten. moderne drohnen steigen rasant schnell auf, und schon nach ein, zwei sekunden sind sie für die spaziergänger nicht mehr zu sehen und zu hören. womit die behörde das verwechselt, sind niedrig fliegende drohnen, die ein erholungsgebiet tatsächlich aufmischen können. diese fallen aber nicht unter die drehgenehmigungspflicht, weil sie ja primär fliegen und nicht filmen.**

und schließlich: das verkehrsministerium des bundes sagt, man wolle „der Zukunftstechnologie Drohne Chancen eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich erhöhen„. um damit überhaupt anzufangen, müssen drohnenpiloten üben dürfen. ich weiß aus eigener erfahrung, dass der flug 100 meter über boden nicht trivial ist. beispiel: bei kräftigem höhenwind kommt die drohne evt. nicht mehr dagegen an und driftet ab. sie ist so winzig im himmel zu sehen, dass sie hinterm baum verschwinden kann. was dann? dazu muss man RTH (return to home)-routinen kennenlernen etc.

wer also der zukunftstechnologie chance eröffnen und die sicherheit im luftraum erhöhen will, muss den leuten sagen: ja, übt ordentlich! statt: nee, hier und hier und hier dürft ihr erstmal gar nicht fliegen!

ein spannendes thema für die nahe zukunft.

praktische erfahrung mit dem umgang einer drohne neuester generation → hier.


*bei der obigen aufnahme, gefunden → hier, nennt die bezirksregierung keine quelle. wir (fotografen) können sowas besser.

**die typische antragsregelung für drehgenehmigungen in der stadt oder in parks enthält für boden-aufnahme typische worte wie → hier (drohnen kommen dabei gar nicht vor):

  • eingesetzte Fahrzeuge und Kennzeichen
  • bei Außendreh: Schuss-/Actionszenen angeben
  • Schienenkamera, Kamerakran, Steigerwagen und sonstiges angeben
  • eventuell benötigte Haltverbotzonen inklusive Hausnummer
  • bei Vollsperrung einen geprüften Verkehrslenkungsplan einreichen

 

anschlag in london ab | € 22.740

webseite der SZ am 22.3.2017 nachmittags

ein typisches beispiel, wie sich werbealgorithmen vergaloppieren, zumindest in bestimmten browsern, wie hier in firefox bei deaktiviertem adblocker. die top-meldung ist eigentlich ein anschlag auf einen wachmann in london/westminister. umrahmt und gestört wird der artikel aber von einer werbung von hyundai, die mit „change is good“ und einem super angebot wirbt. jetzt kann man auf den blauen „mehr erfahren“-knopf klicken und kommt dann vielleicht über doubleclick zu hyundai, oder auf den kleinen, fast unsichtbaren knopf rechts darunter?

was anzeige und was redaktionelles bild ist, vermischt sich hier. man kann die schlagzeile so lesen: change is good, wenn vor einem roten doppeldeckerbus zwei polizisten sich nett unterhalten. daneben dann eine bizarr auffällig weiß auf schwarze leiste, die mit der top-meldung anfängt, dass der campus in oberschleißheim ausgebaut wird.

auf dieser seite führt praktisch jeder klick in eine falle. man sollte sie so sehen wie hier, als kunstwerk.

eine halbe stunden später wird die seite dann richtig zynisch:

radfahr-apps wie | strava

zu den angeblich meist genutzten bike tracking apps gehört STRAVA, programmiert von einem startup-unternehmen in san francisco. um den weg eines fahrrads und die damit verbundene anstrengung mitzuverfolgen, reicht ein beschleunigungssensor, wie er in allen smartphones verbaut ist, nicht aus. anders als die fürs gehen typischen stöße, wenn der fuß den boden berührt, ist das radfahren eine sehr fließende bewegung ohne markante beschleunigung beim treten. deswegen setzen bike tracking apps auf GPS-daten.

ich habe jetzt paar tage strava genutzt. zunächst musste ich mich (ich mache sowas aus prinzip nicht mit einem realen email-account) registrieren. die app startet und läuft nun immer im hintergrund; man muss sie dazu zwingen, nicht automatisch zu starten. sie zwingt einen fast bei jedem aufrufen, auf premium upzugraden, wo man zahlen muss, oder der community beizutreten, um zu zeigen, wie toll man heute schon rad gefahren ist.

ich wollte nur ausprobieren, wie die app mein radfahren – selbstverständlich mit einem brompton bike – verfolgt. sie tat das äußerst mäßig, sodass ich sie jetzt deinstalliert habe: dauernd stoppte die aufzeichnung, und da, wo die app eigentlich wissen sollte, dass ich das rad im zug habe (keine straße, geschwindigkeit 256 km/h), zeichnet es mir dann trotzdem schnurgerade strecken auf, wie im screenshot unten von köln nach würzburg. dafür fehlen dann dort daten über meine anstrengenden fahrten den berg hoch. auf dem rückweg wird die app dann wieder ungefragt kreaktiv und erfindet die app dann einen weg, den ich nie geradelt und auch nicht mit dem zug gefahren bin, und entschuldigt sich immer wieder mit einer meldung dieser art: „strava hat nach einem problem das tracking wieder aufgenommen.“ auch die fahrten innerhalb von köln (unten herausvergrößert) stimmen nur teilweise.

falsch verstandenes fahrrad-tracking

unterm strich: jede beliebige app, die das joggen oder gehen trackt, erkennt locker, wenn jemand sich mal nicht bewegt, weil er auf der bank sitzt oder im bett schläft. wenn diese beliebte bike app nicht merkt, dass ich auf schienen nicht mit 200 km/h radfahren kann, ist für die tonne.

parkuhr heißt heute | handyparken

in vielen städten ist das handyparken möglich und ein mini-geschäftsmodell für etwa ein dutzend firmen, einige davon startups. ich nutze mein auto nur noch selten und kenne die preise, in der stadt zu parken. eine zeitlang habe ich mit geldkarte bezahlt; war oft kompliziert, weil der parkautomat die karte nicht immer gern freigab. ansonsten halt münzen. zum handyparken kam ich durch zufall, weil ich in einem stadtteil parkte, wo ich ein ticket ziehen musste, aber kein kleingeld hatte und weit und breit kein laden war, wo ich hätte wechseln können. also meldete ich mich kurzerhand, im geparkten auto sitzend, bei einem der etwa 10 anbieter in köln an. sowas ist immer mit dem download einer app verbunden, in meinem fall war es, easypark wie im screenshot oben. diese app hat eine nette wählscheibe, um die geplante parkdauer einzustellen und ad hoc zu verlängern. klappte prima. was mich wunderte, war, dass das parken deutlich teurer war als beim bezahlen mit münzen. das lag daran, dass der betreiber 15% der parkgebühr draufschlägt. es gibt für vielparker die möglichkeit, eine monatspauschale zu zahlen, um dann nicht bei jedem parkvorgang ordentlich was draufzulegen. die einen anbieter bieten eine SMS-erinnerung vor ablauf der parkzeit, manche kostenlos, andere wollen dafür 15 cent.

in diesen abo- und nicht-abo-modellen unterscheiden sich die konditionen der anbieter. ich stieg, wieder ohne groß weiter darüber nachzudenken, zu einem anbieter um, der „nur“ 25 cent pro parkvorgang nimmt, wenn man ohne abo bleiben will. beide provider wiesen mich beim start des parkvorgangs darauf hin, dass ich für eventuelle parkkontrollen einen zettel mit dem vermerk „handyparker“ hinter der windschutzscheibe positionieren sollte.

zwei vorteile des handyparkens liegen auf der hand: kein suchen nach münzen, nicht einmal nach automaten. und: kein ablaufen der parkzeit mehr, und umgekehrt: kein überbezahlen mehr, weil ich den parkvorgang jederzeit abbrechen, also abkürzen kann. der nachteil ist neben den extra-kosten (die sich schon nach zwei, drei parksituationen bezahlt machen dürften) durch die gebühr der datenschutz: die app funktioniert nur über kenntnis unserer position. beim münzparken wusste niemand, wer da parkte.

 

 

ne bar für den | müll

macbookfehlkonstruktion

touchpad A und touchbar B wären überflüssig, wenn man C betouchen könnte.

apple hat in den letzten jahren einiges an unsinn vorgestellt, aber auch viel gutes. die vorstellung des neuen macBook pro ist eine design-verirrung sonder gleichen. eigentlich war zu erwarten, dass der bildschirm des notebook-computers touch-empfindlich ist, also quasi ein iPad, nur mit mehr leistung und solider tastatur. herausgekommen ist ein gerät mit einem vergrößerten touchpad (A) und einer schmalen bunten leiste, genannt „touch bar“ (B). beide elemente enthalten das wort „touch“. sie dienen dazu, die bildschirmberührung, die eben nicht möglich ist, über umwege zu ermöglichen. die touch bar sagt quasi: sorry, den bildschirm darfst du nicht anfassen, dafür bin ich da, ein kleiner streifen zwischen tastatur und bildschirm, nicht einmal symmetrisch eingebaut.

in der welt des ergonomischen designs und des user interfaces ist das keine mittelmäßige idee, sondern eine beispielhaft dumme. leute, wir sind es gewohnt, bildschirme durch berührung zu steuern. also liefert uns nicht noch mehr krücken!

unverschämt penetranter | Codemeter

die penetranz, mit der sich programme in unsere rechner einschleichen, nimmt seit jahren zu. mehr oder weniger windige firmen bieten „schutz“ oder dergleichen an, nur um lästige apps zu installieren, die in der regel die rechner ausspionieren, zumindest aber den hersteller- und vertriebsfirmen tantiemen einspielen.

gestern installierte bei mir windows 10 neue updates, und nach dem neustart heutemorgen meldete sich, vermutlich unabhängig davon, ein „prozess“ zu wort, den ich nicht beenden konnte. das kleine programm namens codemeter von der wibu-systems AG in karlsruhe hatte irgendwie, ich vermute über einen USB-stick mit pressematerial, den weg in die startprogramme meines rechners gefunden. das ist unverschämt genug, denn ich wurde nicht danach gefragt.

nach dem neustart konnte ich nicht auf meinen rechner zugreifen, ohne ein windows-meldungsfenster zu quittieren. im prinzip ist es gut, dass windows mich fragt. ich musste mich also, das ist die zweite unverschämtheit, mit einem programm beschäftigten, das ich niemals gebeten hatte, zu mir zu kommen.

was genau codemeter wollte, weiß ich nicht, will ich gar nicht wissen. windows jedenfalls warnte mich mit der frage: „Möchten Sie zulassen, dass durch diese App [eben Codemeter] Änderungen an Ihrem Gerät vorgenommen werden?“ natürlich nicht! ich hatte die wahl, auf „Ja“ ioder „Nein“ zu klicken und klickte selbstverständlich auf „Nein“. was dann geschah, ist in diesem einminütigen video zu sehen. ich habe sowas noch nie erlebt: eine app, die mir eine frage so lange erneut stellt, bis ich ihr den eintritt gewähre und Ja sage:

verdammt, wie geht das weg!?

es gibt zum glück wege, aus dieser schleife, die man dem verbraucherschutz melden sollte (kann das jemand, der diesen blogeintrag liest, bitte tun?), herauszukommen. auch wenn das fenster den zugriff auf windows verbaut, lässt sich über die tastenkombination STRG-ALT-Entfernen der taskmanager aufrufen. in diesem findet sich codemeter als „task“ und muss beendet werden. damit ist der zauber erstmal vorbei. man sollte aber sofort unten links im windows-suchfenster nach „installierte programme“ suchen, diese systemsteuerung aufrufen. dort liegt codemeter nämlich noch herum und möchte beim nächsten systemstart wieder denselben zirkus veranstalten. wenn man codemeter über dieses fenster deinstalliert, kommt wieder das fenster von oben. auch hier kommt man durch drücken von „Nein“ nicht wieder heraus. hier kann man aber ausnahmsweise „Ja“ klicken, womit man nämlich zulässt, dass windows das programm deinstalliert.

ich wette, codemeter hat auch in der registry seine duftmarken hinterlassen. von dort aus dürften sie aber keinen schaden anrichten; müll eben.

selbst wenn codemeter die tollste app aller zeiten wäre: so würde sie sich völlig diskreditieren.


ich informierte selbstverständlich die pressestelle des herstellers von codemeter. die emailadresse der pressestelle steht auf der wibu-systmes-webseite. das kam zurück:

This message was created automatically by mail delivery software.

A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. This is a permanent error. The following address(es)
failed:

presse@wibu.com:
SMTP error from remote server for RCPT TO command, host: sendin.wibu.de (62.96.20.195) reason: 554 Recipient unknown

kweku adoboli | frei

kweku adoboli hat für die schweizer bank UBS gearbeitet, riesige gewinne für die bank eingefahren – und dann 1 1/2 milliarden in den sand gesetzt. er, und nicht seine chefs, die ihn dazu anstifteten, über die risikoschwelle hinaus zu spekulieren, kam vor gericht, in haft, und jetzt ist er dank guter führung wieder frei. er lebt in england und schottland, möchte nicht in sein heimatland ghana ausgeliefert werden, darf in londons bank-welt nicht mitarbeiten. heutemorgen in der BBC-nachrichtensendung → Today (vorspulen bis 1:32) sprach der gestürzte superbanker über diese situation.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/44/Kweku-Adoboli-007_%287651035016%29.jpg

kweku adoboli vor gericht, 2011. foto: traveler100, wiki commons

frauke petri wirbt | mich

keine ahnung, womit ich das verdient habe, dass mir facebook prominent frauke petri und ihre AfD-partei anpreist. keine ahnung, wie viel die AfD dafür bezahlt, solche werbungen zu schalten.

fraukeKannMichMal

facebook-screenshot mit anbiederung von/an frauke petri

man muss genau hinsehen und mit der maus drüberschweben, um zu sehen, wie man diese werbung als unerwünscht schließt: oben rechts im bild tut sich ein schließen-kreuz auf. daraufhin blendet mir facebook dann werbung für „Die falsche Alternative für Deutschland“ ein, anschließend eine werbung für die sendung extra-3.

digital kritzeln auf richtigem | papier

bambooSpark

notizblock mit stift und hülle

wacom ist eine firma, die unser vertrauen verdient, weil sie sich

a) nicht hat von wem kaufen/schlucken lassen, obwohl das nahe gelegen hätte,

b) im markt von grafiktabletts behauptet und immer wieder innovative produkte herausbringt, die genau dazu passen: zum zeichnen, schreiben, malen mit besonderen stiften.

ich arbeite seit rund 20 jahren fast nur mit grafiktabletts; auch beim schreiben von manuskripten, beim komponieren von musik, beim mischen von sendungen brauche ich die maus praktisch nicht mehr.

ein wacom-produkt des letzten jahres machte wenig furore: das bamboo spark. es ist eine A5-hülle mit einem block und einem stift drin, mehr nicht. es scheint gerade für uns journalisten, die viel herumreisen, an kongressen teilnehmen, auf dem weg zum interview fragen notieren, auch mal gern private notizen anfertigen, vielleicht sogar einen handgeschriebenen brief verfassen, ein geschenk des himmels zu sein. ich muss das bamboo spark noch bisschen ausprobieren, aber jetzt, eine stunde nach dem auspacken, wirkt es wie eine runde sache.

bambooUhr

achso, die spezialität dieses schreibgeräts ist, dass man zwar auf normalem papier schreibt oder zeichnet, das geschriebene aber über den druckempfindlichen kuli digital erfasst und auf knopfdruck (der knopf unter dem blau leuchtenden punkt) gespeichert wird. bis zu 100 seiten können wir auf die weise voll schreiben. spãtestens dann möchte sich das bamboo spark „entleeren“, und es tut das sehr elegant über eine app auf dem tablet oder smartphone, via bluetooth.

bambooSpark_02

links: handschrift auf papier. rechts: dasselbe erscheint auf dem tablet-bildschirm.

der stift hat rund 1000 druckstufen, braucht aber einen gewissen anfangsdruck, um überhaupt anzusprechen. ich zeichne gern direkt am iPad, aber das zeichnen auf papier macht mehr spaß.

bambooSpark_01

auf dem block gekritzelt, aufs tablet übertragen

ohne die bamboo spark-app auf iOS oder android macht das notizbuch keinen sinn. in der app lässt sich nicht nur das auf papier geschriebene sichtbar machen, abspeichern, verschicken, sondern auch – über die wacom cloud – text erkennen. die texterkennung ist ja vor allem im windows-betriebssystem weit fortgeschritten, aber auch wacom leistet hier passables. im nächsten Foto: links meine handschrift, ohne den versuch, besonders sauber zu schreiben, rechts das, was die bamboo spark-app meint an text zu erkennen. drei fehler. beim einen (Azubi statt Azuki) sieht man, dass das system „mitdenkt“. denn azubi ist eben das häufigere wort.

bambooSpark_03

links: auf papier geschriebener text. rechts: fast fehlerfrei erkannt in der spark-app

mir gefällt auch das gewicht des „geräts“. es ist so leicht wie meine üblichen A5-blöcke. und es sieht völlig un-digital aus. wenn es sich weiter so anlässt, ersetzt das bamboo spark in zukunft meine vielen blöcke, die ich nur selten öffne, geschweige denn etwas wiederfinde. das könnte jetzt anders werden, schon allein, weil die app die einzelnen seiten ja nach datum ordnet.

achso: aufgeladen wird das bamboo spark (angeblich alle paar wochen) über USB, und als schreibblock kann man jeden nehmen. nur der stift möchte seine wacom-minen. mich hat das gerät 129 € gekostet.

bambooSpark_04


tag 2. gestern abend mit christoph beim jour fixe. thema unter anderem autocockpits, sous-vide-garen, pralinenherstellung, UI-design. der block lieferte tolle dienste. er lag am tisch, mal schrieb christoph was rein, mal ich. ein pfeil dahin, eine zeichnung dorthin.

vorhin, in einer englischsprachigen gruppe von brompton-klapprad-freunden, fiel mir die vielfalt der wortkreationen rund um das rad auf. typischerweise hätte ich die worte, die mir zuletzt auffielen, als kleine liste in die gruppe getippt. aber viel näher liegt mir das schnell mal aufschreiben. das tat ich, am bamboo spark block, dann mit knopfdruck ins iPad, von dort in die dropbox, kurz in photoshop elements koloriert, und hoch ins brompton-forum.

 bromptoneers

 

der infamste spam seit | langem

deswegen so infam, weil er meine reale büroadresse enthält und eine ehemalige telefonnummer, die nie im telefonbuch oder auf meiner webseite stand. das einzige, was im text – außer minimalen grammatikfehlern – falsch ist, ist „amazon AG“, denn es handelt sich um eine GmbH. amazon hat sicherlich damit gar nichts zu tun. die absenderadresse ist fake, nämlich pay@giropay.de. das gefährliche ist der in einer zip-datei namens

Stellvertretender Rechtsanwalt Amazon AG.zip

versteckte anhang, höchstwahrscheinlich ein erpressungstrojaner. hier der text (diesmal nicht als screenshot, damit ihn leute durch die web-suche finden). ausgeixxxxt die wiegesagt korrekten persönlichen daten.


Sehr geehrte(r) Maximilian Schönherr,

unsere Erinnerung blieb bislang leider ergebnislos. Nun gewähren wir Ihnen hiermit letztmalig die Möglichkeit, den nicht gedeckten Betrag unseren Mandanten Amazon AG zu begleichen.

Aufgrund des andauernden Zahlungsausstands sind Sie angewiesen zuzüglich, die durch unsere Tätigkeit entstandene Kosten von 58,30 Euro zu tragen. Bei Fragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 Stunden. Um weitete Kosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen.

Personalien:

Maximilian Schönherr
xxxxxxxxxx 
xxxxx xxxx

Telefon: 0221xxxxxxx

Die vollständige Forderungsausstellung NR285660510, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, fügen wir bei.

Wir erwarten die Zahlung bis spätestens 24.03.2016 auf unser Konto. Können wird bis zum genannten Datum keine Zahlung verbuchen, sehen wir uns gezwungen unsere Forderung an ein Gericht abzugeben. Sämtliche damit verbundenen Zusatzkosten werden Sie tragen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 21.03.2016.

Mit freundlichen Grüßen

Stellvertretender Rechtsanwalt Jannik Zwingli

divx update drückt uns was | auf

divxWillWas

divx 10 halst uns unangenehmes auf…

… wenn wir nicht nein sagen, genau genommen drei mal. das erste fenster will drei komponenten installieren (okay), aber auch ein icon auf dem desktop platzieren.

divx_01

das ist unnötig. die meisten nutzen divx als plug-in, das sich sozusagen selbst aufruft. das zweite fenster möchte ein programm installieren, das angeblich die geschwindigkeit des PC verbessert. solch einen scheiß sollten man ohne nachzudenken ablehnen.

divx_03

das dritte fenster möchte dann auf fotos etc. zugreifen, um sie zu „sharen“. geht’s noch? auf jeden fall auch ablehnen!

 divx_02

selbst nach abgeschlossener installation nervt divx weiter herum, möchte einem den newsletter schicken, was ins datenschutzdeutsch übersetzt heißt: wir hätten gern Deine email-adresse! und schließlich öffnet die installation ungefragt ein browserfenster mit weiterer werbung.

der divx-player ist seit beginn an ein nützliches ding, um videos abzuspielen und zu codieren. klar möchte die firma, die das produkt vertreibt (sie hat mehrfach gewechselt), was damit verdienen, indem sie „partner“ in den installationsprozess einbindet. wir müssen diese partner aber nicht akzeptieren. schäbig ist, dass die installation uns dreimal opt-outs vorschreibt, das heißt, wir müssen explizit dreimal nein sagen.

der alte fotoladen zockt | ab

ich war vorhin erstmals seit vielen jahren mal wieder in einem klassischen fotogeschäft. dass ich seit langem nicht mehr dahin ging, liegt einfach daran, dass die meisten fotos digital vorliegen und ich kein bedürfnis habe, sie auszubelichten, und wenn, dann mache ich das schnell mal selbst an einer kodak-station im drogeriemarkt. zur beratung mag manch einer das personal in fotoläden benötigen, ich brauche es nicht. das internet ist ein schatz für informationen, und es schwatzt mir nichts auf.

der grund, warum ich in den laden ging, war, dass ich ein biometrisch einigermaßen korrektes passfoto von mir aufgenommen hatte und der DM-markt-drucker mir keine option für das 35  x 45-passbildformat bot. ein photopapierbogen an diesem automaten würde für vier bilder dieser größe unter 50 cent kosten. außerdem wollte ich einen kleinen testballon starten, wie ein kleines fotogeschäft, das sicher nicht im geld schwimmt, heute so aufgestellt ist und welche preise es für einen kleinen service wie diesen erhebt.

also ging ich mit dem USB-stick hinein. der inhaber lud den stick in seinen rechner, überprüfte anhand der digitalen schablone am printer-display, ob es einigermaßen passte, druckte mir vier stück auf einem blättchen fotopapier aus und schnitt die vier passfotos mit einem clip zurecht. bei diesem durchaus angenehmen service, der insgesamt 3 minuten dauerte, ging ich von einem deutlich höheren preis als beim drogeriemarkt aus, vielleicht faktor 5, maximal faktor 10, also gefühlte 5 € – nicht aber von diesem preis:

passfoto_10Euro

passfoto von stick, ausbelichtet: 10 €

mir ist bekannt, dass die fotoläden (denen es früher so gut ging, wo wir schlange standen, also wir unsere 35mm filmrollen hintrugen und optiken für die spiegelreflexkameras kauften) heute am existenzminimum leben. sie haben noch ihre alten standorte in inzwischen immer teureren geschäftsstraßen und wundern sich, dass nicht mehr laufend jemand reinkommt, um ein großes hochzeits-shooting machen zu lassen oder eine canon mit fünf objektiven und fototasche zu kaufen. klar finden manche dieser händler (und damit manche, vor allem ältere und nicht technik-affine kunden) in der sicherlich ausführlichen kundenberatung noch ihre nische, vielleicht auch im verkauf von bilderrahmen und einem kleinen fotostudioservice hinten. aber jemandem wie mir, der offenbar weiß, worum es geht, der einen USB-stick mit einem fertig konfektionierten passfoto anliefert, zehn euro abzuverlangen, ist etwas bizarr. so jemand kommt natürlich nicht wieder.


kleine nicht respräsentative statistik am tag darauf. ich erzählte fünf leuten in meinem freundes- und bekanntenkreis die geschichte (incl. der sicher präkeren lage des einzelhändlers), aber ohne den endpreis zu nennen. die schätzungen reichten von 3 € bis 4,30 €.