100m über | garzweiler

… und der ausgestorbenen ortschaft lützerath.

lützerath, fast unbewohnt, demnächst dem erdboden gleich

garzweiler, blick von norden

das kugelpanorama zeigt links die A46, rechts einen windpark, der sich politisch gut macht, der aber auch dem braunkohletagebau weichen dürfte. das foto ist im original 16.000 pixel breit und entstand aus ca. 20 einzelfotos, aufgenommen aus 100 metern höhe mit meiner fotodrohne, gestartet vom offiziellen aussichtsplatz an der “grubenrandstraße” bei der ortschaft holz. bei so hoher auflösung sind details wie diese möglich:

garzweiler, detail. foto: ms/dpa

koalitionsgesprächs | grafiken

koalition 2017 – 1. grafik: ms/dpa

die textur der kartons in dem bild sind, laienhaft gesprochen, nicht aufgeklebt, sondern sie sind selbst lichter. daher auch der starke reflex der farben am boden, aber nicht von karton zu karton. ein ganz ähnliches setting im bild unten: hier habe ich die karton-hinterseiten entfernt und die kamera tiefen(un)schärfe rendern lassen.

koalition 2017 – 2. grafik: ms/dpa

drittes bild, leichte wellung, um einen papier/flyer-charakter zu erzeugen:

koalition 2017 – 3. grafik: ms/dpa

kamut | sauerteig

ich arbeite seit jahren mit roggen- und weizensauerteig. wir kaufen praktisch kein brot mehr zu. vor einem jahr kam → emmer hinzu, eine alte weizenart, und im frühsommer → kamut, auch khorasan genannt, der urweizen schlechthin. über ihn kann ich nur hymnen singen. er schmeckt angenehmst rund, sauer, nussig, eigentlich mit dem standardweizen nicht vergleichbar. auf keinen teig freue ich mich wie auf den kamut, denn er formt sich fast magisch leicht, geschmeidig, er klebt nicht, und beim falten vor dem backen zeigt er meinen händen, wie ihm das dehnen spaß macht; aber sagt mir auch genau, wann ich damit aufhören soll.

kamut in der teigruhe

drei oktober | tage

vorgestern, am heliport einer frankfurter klinik. wir lassen eine drohne starten. sie fällt wenige sekunden später aus 20 metern höhe rücklings aus dem himmel. totalschaden.

dann, am abend, im supermarkt um die ecke in köln, ein neuer typ an der kasse, vorname john paul. deutscher nachname. ich frage ihn: “britischer background”? er: “nein, bin im osten aufgewachsen.”

gestern, preisverleihung in hannover. die moderatorin fragt den gewinner eines online-medien-preises, ob ihn die 1500 € preisgeld motivieren, jetzt mal einen „richtigen fernsehbeitrag“ zu machen.

späteren abends eine chicken jalfrezi beim inder. ganz lecker. statt paprika und zwiebelstücken sind brokkoli und blumenkohl drin. koch: „weil die in hannover keine paprika mögen.“

heute, fachkongress in essen. ein älterer teilnehmer fragt mich, ob ich hier aus beruflichen oder interesse-gründen bin. warum? “weil Sie so wirken, als würde Ihnen das spaß machen.” – “macht es auch.”

cars on | earth

the following three images use the same 3D setting:

  • an abstract model of a car
  • a huge gray sphere
  • and a single light source.

the light source is a simulation of real sky, called „physical sky“ in the world of 3D computeranimation. i modeled the car in 2 minutes using a simple cube and extracting ceretain polygon „faces“. the wheels are polygon cylinders; i used boolean operations to fit them in. a „mash“ network (programmed originally by ian waters, UK) distributed the single car 500 times randomly on the sphere‘s surface. finally, i set up a camera and rendered the scene from different angles.

the first image involved depth of field (DOF): only the car in the center of the scene is totally in focus. the effect has to be used with care: if the focus is too shallow the scene looks like a miniature setting of car toys and not like the big planet earth. it took 27 minutes to render this effect in 5k resolution using a standard, not very current PC, and rather advanced render settings.

cars on earth. grafik: ms/dpa

 

upstreamin’ cars on earth. grafik: ms/dpa

 

plenty of cars on earth. grafik: ms/dpa

men on | earth

erstellt mit einem 3D modell von irgendwoher. ich habe die figur zehnmal kopiert und mit einer bestimmten parametrisierung auf eine graue (welt)kugel platziert und in ARNOLD gerendert. die szene enthält nur ein licht, nämlich ein diffuses, das die ganze landschaft mit global illumination tränkt. das obere bild brauchte in 5k auflösung 10 minuten zum rendern, das untere 20 minuten. warum? weil es die tiefen(un)schärfe mit einberechnet, die ich auf den zweiten typen von links gesetzt habe.

men on earth. grafik: ms/dpa

 

men on earth mit tiefenschärfe. grafik: ms/dpa

ricoh theta V | unausgereift

ricoh theta V. starke hardware! foto: ms/dpa

 

this is a review of the ricoh theta V camera which takes 360° surround photos and videos in 4k. the review is in german, so you might want to use google translate or deepl.com to read it. here i’ll give you an abstract in english:

the camera is great, the image quality and the design excellent, the stitching process works almost in realtime, and the stitching corners are hard to determine. the theta V fails to provide RAW photos. this can be fixed in the firmware i guess, it’s definitely not state of the art any more to not provide DNG or another RAW format in addition to jpeg.

the real problems have to do with the periphery. and they are massive. you need a PC or mac or smartphone or tablet to access the camera. the apps treat data privacy with little respect, urging us to hand over our twitter or facebook account data, including, of course, although everyone at ricoh will deny it, our passwords. the android app crashes constantly and often does not WiFi-connect to the camera. the connection process is complicated and flawed. for example you cannot access the help function while the smartphone is connected to the theta. (you’re basically offline, and ricoh did not build the anyway small manual into the app but leaves it as html on its website. the PC app does basically nothing but display 360° footage – and update the firmware. it pretends to convert the original videos from the theta to a youtube-friendly format, but in fact it does not change the file size, and it does not provide feedback while processing the data.

the camera is basically useless without a selfie-stick or a tripod. and the timer desperately needs more options. currently you have 3 seconds to hide under the table.

ricoh ist ein pionier in sachen 360°-fotografie. das auf der IFA im september 2017 vorgestellte neue “theta”-modell trägt die nummer V und bietet als erste kompakt-kleine kamera dieser art 4k auflösung. außerdem rechnet sie quasi in echtzeit das vorder- mit dem hinterbild zusammen und erstellt so im nu ein rundumpanorama.

wie bei der gopro in ihrer kleinen version fehlt der theta der monitor. man kann also nicht sehen, was man aufgenommen hat. die verwaltung der kamera ist komplett von PC oder smartphone abhängig. und genau da hakt es, und zwar mächtig.

links richtig, rechts falsch interpretiertes 360°

zwar kann man die bilder und videos im finder/explorer ansehen, aber wenn man sie zu youtube oder facebook hochlädt, werden sie in der regel missinterpretiert. statt dass der betrachter dann gemütlich in der rundumsicht herumfahren kann (am smartphone durch bewegung des smartphones), sieht er die szene falsch unterteilt, trennlinien in der mitte oder alles auf dem kopf. dasselbe kann passieren (kann = glückssache?), wenn man den film von der theta aufs smartphone überträgt und von dort hochlädt.

ricoh account tritt datenschutz mit füßen.

hier nochmal zum nachlesen:

Diese Applikation kann:

  • Tweets aus deiner Timeline lesen.
  • anzeigen, wem du folgst, und neuen Leuten folgen.
  • dein Profil aktualisieren.
  • Tweets für dich veröffentlichen.

die ricoh theta app zwingt einen, sich zum “sharen” ein account bei ricoh zuzulegen. das wäre ja noch okay, aber ricoh bietet nur zwei optionen der anmeldung, die beide unsittlich sind, nämlich anmeldung mit facebook oder twitter. in solchen fällen wird immer, auch wenn die datenschutzrichtlinien das gegenteil behaupten, das passwort übertragen. außerdem, was geht es ricoh an, wie ich bei twitter heiße?

auf android (aktuelle version, zwei jahre altes smartphone) stürzt die app dauernd ab. die verbindung zur kamera wird mit WLAN eröffnet. wenn man von dort aus zu youtube hochladen möchte, ginge das schon allein deswegen nicht, weil das handy dann im WLAN der kamera und nicht im internet ist. das problem tangiert sogar das lesen der bedienungsanleitung: statt sie lokal in die app zu integrieren, muss man eine internetseite aufsuchen, um die hilfe zu lesen. auch das verbinden von kamera und handy ist nicht trivial. man muss sich händisch aus dem aktuellen WLAN ab- und bei der kamera anmelden, die app führt einen hier nicht. sie führt einen auch nicht, wieder ins gewohnte WLAN zurückzukommen, wenn man fertig ist. oft ist der kontakt mit der ricoh vom smartphone überhaupt nicht möglich, selbst wenn man im hotspot der kamera ist. ein zentraler punkt wäre die datenorganisation der kamera: wie viele dateien sind vorhanden, wie viel platz ist noch? selbst das löschen der kameravideos ist nicht trivial.

für windows und mac gibt es eine app von ricoh, die die kameraverwaltung erledigt. auch diese app ist dürftig. ruft man sie bei via USB angeschlossener kamera auf, sieht man kein einziges bild auf der kamera. die app ist nämlich kein browser. sie dient allein drei zwecken: a) über den finder/explorer geladene kameramedien zu konvertieren, b) sie zu facebook oder twitter hochzuladen, c) die firmware zu aktualisieren. man muss also die app erst mit daten aus der kamera händisch füttern; was dann geschieht, ist wenig transparent: das video (locker 2 GB für paar minuten video) wird irgendwohin auf den PC gespeichert. (wird es da später wieder gelöscht?) dann gibt es nur eine option, nämlich das video, welches im mp4-format vorliegt, in mp4 zu konvertieren. hä? das fenster, das man dann sieht, steht bei einem 2 GB-video auf meinem PC ungefähr 15 minuten so, ohne dass ein fortschrittsbalken zu sehen ist:

ricoh konvertiert immer mit 0,0%

dann aber taucht plötzlich das konvertierte video auf und sieht in der 360°-darstellung auch korrekt aus. der ton stimmt auch. was da konvertiert wurde, ist unklar, denn ausgangs- und konvertiere datei sind exakt gleich groß.

wie hemdsärmlig die softwareumgebung der an sich perfekt arbeitenden kamera gestrickt ist, sieht man auch an der bedienungsanleitung:

schnell gestricktes manual: gemeint sind 5 GB.

unterm strich: prima kamera, aber so schwer zu gebrauchen, dass man mit dem kauf warten sollte, bis ricoh die umgebung benutzerfrreundlich und bug-free macht.

und: es gibt keinen grund für ricoh, die kamera nicht auch RAW-fotografien, also zum beispiel im DNG-format abspeichern zu lassen. die RAW-bildbearbeitung hat sich inzwischen auch bei semiprofis bewährt, profis tun’s nicht drunter. beispiel: meine drohne hat eine 4k kamera und nimmt natürlich auch RAW auf.

zur 360°-foto- und videografie an sich ließe sich noch viel sagen, das kommt wann anders. eins aber schon jetzt: wenn man die kamera hält, dann nur mit einem selfie-stick, denn sonst füllt ein brei aus fingern und hand die komplette unterseite des 360°-bilds. die kamera hat einen 3-sekunden-selbstauslöser. da muss man sich sehr beeilen, zu verschwinden, z. b. unter den tisch zu tauchen. was dann passiert, wenn man wieder auftaucht und am tischbein anstößt: die theta fällt garantiert um. es sei denn, man hat ein stativchen dafür. dessen drei beine sieht man dann aber immer unten…

rundum meditation | waidmarkt

dieses video ist mein erster ernsthafter härtetest der neuen ricoh theta V rundum-kamera. das gerät ist sehr handlich und setzt die videos der vorder- und hinterseite in 4k-auflösung unmerklich schnell und praktisch makellos zusammen. der schwachpunkt aller 360°-aufnahmen ist das, was exakt unten passiert. der effekt (dicke finger, die den gesamte unteren bereich  belegen) wird mit einem selfiestick abgemildert. ich stand also an der abbruchstelle neben dem ehemaligen und 2009 eingestürzten kölner stadtarchiv und sah dem bagger und den menschen zu. es passiert nichts besonderes, es ist einfach ein zeitdokument.

➡️ beim betrachten scrollen oder smartphone drehen!

spam, not from | youtube

interesting spam/phishing mail i just received. my email client, thunderbird, detected it properly as a phishing attempt. the link looks like coming from youtube, but it leads to something completely different. so, don’t click on links like those, just hover your mouse over them and see where they would lead you to.

pretending to come from youtube.

illustration | atomwaffen

raketen und kernwaffenexplosion. illustration: ms/dpa

um den tiefenschärfe-effekt für die 3D-nerds zu beschreiben, habe ich ein → tutorial-video angefertigt und dafür diese kleine skizze am iPad pro (mit apple pencil) in knapp einer minute erstellt. in dem video erkläre ich dann, wie sich die blende und schärfeneinstellung der drei gegenstände in der szene auf die tiefenschärfe auswirken und wie man das anhand des obigen beispiels rendern lassen kann.

sekundenskizze zur DOF-illustration

ambient | occlusion

ambient occlusion is a rendering technique which delivers amazing results in minimal time. from the rendering perspective it’s a variation of the much more costly global illumination method. i rendered this image in 9 seconds – and after half a second it was already ready for evaluation.

ambient occlusion. rendering: ms

dynamic MASH | network

MASH is a relatively new module in autodesk maya, the leading 3D computer animation software package. i just published my third or forth → tutorial about MASH in maya, demonstrating its basic behaviour in context with dynamic simulation of a thousand little cubes.

MASH interacts with a torus and the surface. rendering: ms

 

the tutorial is not about rendering. but (solid angle) arnold renders MASH scenes fast and reliably. here even with the always cool and somewhat delicate effect namend “motion blur”. pixar, by the way, holds the patent for the first motion blur algorithms. it pays the pension of several employees there.